SEK verschafft sich mit Bagger Zutritt ins Haus

Von: Naima Wolfsperger
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Sondereinsatzkräfte haben in der Städteregion Hausdurchsuchungen durchgeführt. Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa

Aachen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat am späten Dienstagabend, zwischen 20 Uhr und Mitternacht, acht Häuser und Wohnungen in der Städteregion durchsucht. Anlass waren Ermittlungen wegen Drogenbesitzes und Drogenhandels.

Seit mehreren Wochen werde gegen sechs Männer und eine Frau im Alter zwischen 21 und 51 Jahren, ermittelt, teilte Jost Schützeberg mit, Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft. Zwei der Durchsuchungen fanden in Aachen statt, eine am Adalbert­steinweg und eine an der Monheimsallee in einem Café.

Bei dem Einsatz in der Monheimsallee mussten die Einsatzkräfte zu drastischen Maßnahmen greifen: Als ihnen nicht geöffnet wurde, ließen sie einen Bagger anrücken, um sich den Weg freizumachen. „Dort war die Haustür mit einer Spezialtür gesichert“, sagte Schützeberg, „erst mit dem Bagger konnten die Beamten die Tür dann aufbrechen.“

In der Wohnung wurden mehrere hundert Gramm Drogen gefunden. Zwei Männer wurden festgenommen. Das Amtsgericht Aachen erließ Mittwochabend Haftbefehle gegen die beiden. Bei den anderen fünf Verdächtigen, die im Fokus der Ermittlungen standen, konnten keine Beweise gefunden werden, die für einen Haftbefehl ausreichten.

Passanten kontrolliert

Mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren wollte Schützeberg keine weiteren Angaben zu der Art der Drogen und den weiteren sechs Einsatzorten in der Städteregion Aachen machen.

Im Rahmen der Einsätze wurde ein zentraler Aachener Platz, der Hansemannplatz, für mehrere Stunden gesperrt und die Personalien von Passanten kontrolliert. Das habe der Kontrolle der Zugangsorte zum „Durchsuchungsobjekt“ gedient, sagte Schützeberg.

Hinweis: In einer ersten Version dieses Artikels hatte es geheißen, der Einsatz mit dem Bagger sei in der Pontstraße erfolgt. Die Staatsanwaltschaft Aachen hat ihre Angaben diesbezüglich später am Tag korrigiert. Auch die Angaben zu den gefundenen Betäubungsmitteln wurden geändert.

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