Seit 66 Jahren ist Heilig Kreuz jeck

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Die Blaskapelle Sjlappe Kroam geleitet den Pfarrausschuss von Heilig Kreuz mit zünftigen Klängen auf die Bühne des Brüsselsaals. Die Krüzzbrür feiern zünftig das 6 x 11-jährige Bestehen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Groß waren die Erwartungen der bunt kostümierten Narrenschar, die sich im Brüsselsaal des Eurogress zur Jubiläumssitzung der Krüzzbrür eingefunden hatte. Das 6 x 11-jährige Bestehen galt es zu feiern, und das vierstündige Programm enttäuschte niemanden. Im Gegenteil. Je vorgerückter die Stunde, umso jecker wurde die Stimmung.

Unter den 298 Gästen waren zahlreiche Krüzzbrür- und Ponttor-Ordensträger, darunter auch die aktuell Ausgezeichneten, Michael Nobis (Krüzzbrür) und Rudi Moos (Ponttor). Zünftig hereingespielt von der Blaskapelle Sjlappe Kroam, hielt der Pfarrausschuss von Heilig Kreuz Einzug und platzierte sich auf der Bühne als Elferrat vor dem stilisierten Pfarrhaus, derweil die Jecken im Saal zu Rockrhythmen und Öcher Leddchere der Blasmusik ausgelassen schunkelten und zünftig mitsangen.

In bewährter, launiger Moderation ließen Leo Bardenheuer, Pfarrausschussmitglied sowie langjähriger Sitzungspräsident, und Michael Radermacher, der mit perfektem Niederländisch überraschte, zunächst die Anfänge der zurückgelegten 66 Jahre Revue passieren. Die Idee, zur Pflege der Geselligkeit in der Pfarre Heilig Kreuz einen Pfarrausschuss zu gründen, wurde bereits am 25. August 1947 geboren, und in der Session 1948 fand im Marienheim am Bergdriesch die erste Karnevalssitzung statt. Die Mensa, der Bürgerbräusaal, seit 1957 der Saal des Neuen Kurhauses und seit 1975 das Saaltheater Geu­len waren weitere Stationen bis zur Eröffnung des Eurogress. Als einer der wenigen Zeitzeugen der Gründerjahre konnte bei der Jubiläumssitzung Hubert Wiedemeyer begrüßt werden, der damals für die Musik sorgte.

Als „die drei größten Freunde der Aachener“ angekündigt, erinnerten Josef, Jupp und Jüppchen bei ihrem etwas frivolen Auftritt, jedoch voller Öcher Hazz an ihre eigene, nun 30-jähriges Bühnenkarriere, die einst „in Mützenich“ ihren Anfang nahm. Energische Zugabe-Rufe blieben nicht unerfüllt.

In Ekstase geriet der Krüzzbrür-Narrentempel bei den 4 Amigos, die mit Standing Ovations gefeiert wurden. Lachsalven folgten bei den philosophischen Interpretationen von „Manni, d’r Huusmeäster“ (Manfred Savelsberg), über den Öcher an sich: liebenswert, nur anders.

„Meine Herren halten Sie sich fest, jetzt kommen die Marangis“, warnte Bardenheuer vor dem Auftritt der Showtanzgruppe der Koe Jonge Richterich, die im Applaus badete und als Gastgeschenk zum 6 x 11-Jährigen eine Printe mitbrachte. Als musikalische Stimmungsmacher bewährten sich, wie schon seit 19 Jahren, die „Originale“ mit Frontsänger Michael Cosler. Sie besangen die „Öcher Mäddcher met Öcher Blut“ und ließen die „Bommelmütz“ wiederaufleben.

Et Hüühldöppe sorgte für viele Lacher, so wie man ihn kennt: mit Witz, Clerverness und Zungen­brechern. Die Prinzengarde mit Kommandant Dirk Trampen eskortierte Prinz Bernd I. mit seinem Hofstaat, und die Schönen im Saal ließen sich von Tollität mit seinem Prinzenlied betören: „Prinz, Prinz, prinzipiell sind alle Mädchen schön“. Das prinzliche Aufgebot wurde noch von der 144 Mann starken Stadtgarde Oecher Penn um Kommandant Jürgen Brammertz übertroffen. Ihre Show mit dem „Geistertanz des Invalidenkorps“ wurde letztlich durch einen edlen Spender mit 140 Puttes-Ringen belohnt.

Partymusik von Black & White

Michael Wirtz sorgte während der Sitzung für den musikalischen Rahmen, anschließend gab es im Foyer zu den Klängen der Band Black & White noch reichlich Partymusik.

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