Science Slam im Jakobshof bietet unterhaltsame Wissenschaft

Von: ik
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Faszinierende und vor allem unterhaltsame Wissenschaft: Der Science Slam lockte in den Jakobshof. Das Publikum musste unter vier Beiträgen am Ende einen Sieger küren. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Chemische Formeln, um die Auswirkung der Mondentstehung auf die Entwicklung der früheren Erde zu verdeutlichen? „Das klingt jetzt sehr kompliziert - ich erklär das dann mal am Karneval”, beruhigte der Science-Slammer Matthias Stahnke die Gäste, und verglich die lockeren Verbindung des Karnevals, die durch den Energieeinfluss „Alkohol” entstehen, mit der Theorie zur Mondentstehung.

Nun stellte er sich auf der Bühne mit drei anderen Slammern gefüllten Jakobshof einem interessierten Publikum, das gespannt seinen Thesen lauschte. Auf leicht verständliche und vor allem unterhaltsame Weise erklärte Stahnke, der in Aachen Maschinenbau, Geographie und Raumfahrttechnik studiert hat, seine wissenschaftlichen Thesen.

Die Zuschauer innerhalb von zehn Minuten mit Humor und Charme von ihren hochkomplexen Forschungsthemen überzeugen. Das sei das Ziel des Science Slams, so Moderator Tim Vogt, von der Veranstaltungsfirma Luups: „Wir wollen Nachwuchswissenschaftler aus ihrem Elfenbeinturm holen und Wissenschaft sexy machen.” Während Matthias Stahnke mit Hilfe der Wissenschaft eher versuchte, Vergangenes zu erklären, wagte Marcel Meyer, Diplom-Ingenieur im Bereich Arbeitswissenschaft an der RWTH, einen Blick in die Zukunft und zeigte, dass sich Wissenschaft manchmal zwischen Realität und Fiktion bewegen kann.

Besonders begeistert war das Publikum von André Calero Valdez, dem - durch Publikumsvotum entschieden - späteren Sieger des Wettbewerbs. „Vom Hölzchen aufs Stöckchen” war das Motto seines Vortrages, und tatsächlich begeisterte er die Zuschauer mit einer Bandbreite wissenschaftlicher Erkenntnisse, ging dabei der Frage nach, warum Menschen kochende Affen sind und erklärte auch, wie aus einem Auerochsen der Buchstabe „M” wurde.

Er selbst war vor dem Wettbewerb besonders gespannt auf den Auftritt von Dr. Robert Williams, der in Aachen und an der Lawrence University im Bereich der kognitiven Wissenschaften forscht. Mit einer spontanen Gesangseinlage und kleinen Anekdoten stellte dieser auch schnell sein Talent als Entertainer unter Beweis.

Bei seinem Vortrag drehte sich alles um das Thema Hände, und wie man sie, zum Beispiel beim Zählen, unbewusst zum Denken einsetzen. Doch Hände könnten noch mehr, fügte er am Ende seiner Präsentation schmunzelnd hinzu: und zwar Beifall spenden. Und genau damit wurde nicht nur er, sondern auch alle anderen Science-Slammer am Ende von dem jubelnden Publikum belohnt.
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