Aachen - Schwungvolle Tänze zwischen den Gleisen

Schwungvolle Tänze zwischen den Gleisen

Von: Julia Gröbbels
Letzte Aktualisierung:
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„Zwischen Boden und Kuppel“: Mit Tanzperformance und Kunstinstallation wurde gezeigt, dass sich das ehemalige Straßenbahndepot auch hervorragend als Kulturstätte eigent. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Kunst- und kulturinteressierte Aachener Bürger konnten sich am Samstag bei der Veranstaltung „Zwischen Boden und Kuppel“ über eine ganz besondere „Premiere“ freuen. Neben ausgefallenen Tanzperformances und Kunstinstallationen, die den Besuchern dargeboten wurden, sollte vielmehr der Veranstaltungsort selbst, das ehemalige Straßenbahndepot in der Talstraße, im Mittelpunkt stehen.

Schon kurz nach Einlass begann für die 199 angemeldeten Besucher das Abenteuer. Für jeden der – aufgrund frostiger Temperaturen warm bekleideten Zuschauer – gab es erst einmal einen Tee zum Aufwärmen. Ein weiteres Highlight: Jeder Besucher bekam einen weißen Klappstuhl mit auf den Weg. „So hat jeder die Möglichkeit sich – wie bei einem Parcours – durch den Raum zu bewegen, aber auch innezuhalten“, so Nadya Bascha, Geschäftsführerin des „Atelierhaus Aachen“. Und weiter: Ziel sei es, den Raum zu erleben und für sich selbst zu erschließen.

Die Tanzperformances der Eupener „Compagnie Irene K.“, die an verschiedenen Stellen in der Halle stattfanden, hauchten der riesigen Halle Leben ein. Mit ihren Tanzschritten wirbelten die Tänzer Staub auf, spielten mit ihren Schatten an den hohen Wänden und ließen sich von der Stimmung der Halle inspirieren. Verschiedenfarbige Scheinwerfer und die einzigartige Akustik im Raum sorgten für Faszination im Zuschauerraum.

Aufgelockert wurde die Atmosphäre durch den Auftritt der Kinder der OT Talstraße, die den Zuschauern mit ihrer Hip-Hop-Performance ein Lächeln auf das Gesicht zauberten. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch diverse Kunstinstallationen und Projektionen an den Wänden der Halle, für die verschiedene Künstler des „Atelierhaus Aachen“ verantwortlich zeichneten.

Das „Depot“ Talstraße, das bis in die siebziger Jahre hinein als Straßenbahndepot gedient hatte wird ab Mitte des Jahres zu einem Kultur- und Stadtteilzentrum umgebaut. „Der Umbau der Halle mit einer Fläche von 7000 Quadratmetern stellt eine große Herausforderung dar“, sagt der leitende Architekt Achim Wolf. Durch die Erhaltung der Gleise und Oberlichter wolle man auch den Geist, den „Esprit“ der in der Halle herrsche, erhalten, so Wolf weiter.

Neben dem Atelierhaus und der OT Talstraße, sollen auch eine Stadtteilbibliothek und der Kinderschutzbund zu den Mietern der voraussichtlich 2016 fertig umgebauten Halle gehören. Bis dahin sollen in den nächsten Jahren noch weitere Kunst- und Kulturveranstaltungen im „Depot“ stattfinden.

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