Aachen - Schwimmbäder: Kinder zahlen weniger drauf

Schwimmbäder: Kinder zahlen weniger drauf

Von: Oliver Schmetz
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Aachen. Der Besuch in Aachens Schwimmbädern wird ab April kommenden Jahres teils erheblich teurer, Kinder sollen aber von den Preiserhöhungen gar nicht oder nur kaum betroffen sein – das hat der Sportausschuss am Donnerstag beschlossen.

Die Politik gab dabei grünes Licht für die von der Verwaltung erarbeitete neue Entgeltordnung für die Aachener Sportstätten, mit der erstmals nach fünf Jahren wieder deutlich an der Preisschraube gedreht werden soll – jedenfalls größtenteils. Bei den ursprünglich geplanten Erhöhungen für Kinder, Jugendliche und andere Personen, die einen ermäßigten Eintrittspreis genießen, bremste der Ausschuss die Verwaltung allerdings aus.

So wird die Einzelkarte in dieser Kategorie nicht wie geplant von 2,20 auf 2,50 Euro verteuert, sondern der Preis lediglich um zehn Cent auf 2,30 Euro angehoben. Der Preis für Vollzahler klettert von 3,30 auf 3,50 Euro. Die Politik begründete ihr Eingreifen bei den ermäßigten Karten, das auf Antrag der SPD einstimmig erfolgte, damit, dass die Preise dort sonst kräftiger angehoben worden wären als bei den Erwachsenen – obwohl man ja eigentlich mehr Kinder zum Schwimmen animieren wolle.

Dementsprechend federte man auch die Erhöhungen bei den Mehrfachkarten für Ermäßigte – Bonuskarte und Bonuskarte Plus – ein wenig ab. Die 15er-Karte wird nun 31,50 und nicht 33 Euro kosten, für die 30er Karte muss man 57 und nicht wie von der Verwaltung geplant 60 Euro auf den Tisch legen. Bisher kostet sie 48 Euro. Ursprünglich hatte die Verwaltung mit rund 200 000 Euro Mehreinnahmen wegen der Preiserhöhungen kalkuliert. Dieser Betrag dürfte nun um 40 000 Euro geringer ausfallen, hieß es.

Kinderfreundlich ist auch die Maßnahme, die die Politik auf Antrag der Grünen mit in die Entgeltordnung aufnahm: So wird es künftig neben der Sommerferienkarte, deren Preis mit 20 Euro unverändert bleibt, auch eine Karte für die je zweiwöchigen Oster- und Herbstferien geben – für jeweils nur 7 Euro. Man habe die Verwaltung außerdem gebeten, das entsprechend zu bewerben, sagt der Sportausschussvorsitzende Jonas Paul (Grüne). „Denn wir glauben, dass viele Eltern von diesen günstigen Angeboten gar nichts wissen.“

Während sich für Kinder aus finanzschwachen Familien durch die Bank nichts ändert, steigen die Preise für Schwimmunterricht und für sonstige Kurse wie etwa Aqua-Fit deutlich an. Die Verwaltung begründet dies mit steigenden Personal- und Energiekosten. Außerdem stelle man weiterhin alle Schwimmhallen, Turnhallen und Sportplätze der Aachener Vereinswelt unentgeltlich zur Verfügung – eine „unschätzbare Förderung“, die in den meisten Städten so nicht zu finden sei.

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