Schwerer Busunfall: Die Retter sind gerüstet

Von: Andreas Cichowski
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Die „Patienten“ wurden je nach Schwere ihrer Verletzung in den Zelten von Ärzten betreut. Foto: Andreas Cichowski
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Nicht einmal eine Stunde benötigen die Rettungsdienste, um einen Behandlungsplatz für 50 Patienten aufzubauen. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Für den Ernstfall gerüstet sein – das ist Anforderung an die Rettungsdienste in Aachen. Und damit schnelle Hilfe in Notsituationen gewährleistet werden kann, muss das eigene Können regelmäßig auf den Prüfstand.

Wie bei der Katastrophenschutz-Großübung am Samstag auf dem THW-Gelände, an der sich die Berufsfeuerwehr, verschiedene Hilfsorganisationen der Stadt Aachen, Notärzte, das Technische Hilfswerk sowie die Freiwillige Feuerwehr beteiligten. Ihr Auftrag: In kürzester Zeit nach einem schweren Busunfall einen autarken Behandlungsplatz für 50 Patienten aufbauen und die Erstversorgung der Unfallopfer sicherstellen.

Gegen 9 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Einsatzkräfte aus dem gesamten Stadtgebiet versammelten sich am Friedhof Hüls. Mit Blaulicht und Martinshorn machten sich die knapp 40 Fahrzeuge im geschlossenen Verband auf den Weg zum THW-Gelände an der Eckener Straße. In nicht einmal einer Stunde gelang es den Einsatzkräften, gemeinsam den Behandlungsplatz aufzubauen. Bemerkenswert, denn nicht die Schnelligkeit stand im Vordergrund, sondern auch die Sorgfalt und der reibungslose Ablauf beim Aufbau. „Ich bin sehr zufrieden“, kommentierte dies Jürgen Wolff, Leiter der Feuerwehr Aachen.

Die Hilfsorganisationen errichteten den Platz. Das THW stellte die Stromversorgung bereit und sorgte für die Verpflegung. Die Freiwillige Feuerwehr transportierte die Verletzten – insgesamt waren 300 Personen an der Übung beteiligt und alles funktionierte Hand in Hand. „Man merkt schnell, dass nur mit Teamarbeit alles nach Maß funktioniert“, so Dirk Nellessen, Übungsleiter der Berufsfeuerwehr Aachen.

Vom „Unfallort“ wurden die „Verletzten“ mit dem Krankenwagen zum Behandlungsplatz transportiert. Nach einer kurzen Eingangssichtung wurden die Patienten dann je nach Verletzungsgrad in eine von drei Kategorien eingeteilt: rotes, gelbes, und grünes Zelt. Durch Ärzte erfolgte die Erstversorgung. „Wenn die Transportfähigkeit und im Besonderen auch die Vitalfunktionen sichergestellt sind, erfolgt die Zuweisung zu den umliegenden Krankenhäusern“, erläuterte Ralf Radermacher vom Katastrophenschutz der Feuerwehr die Vorgehensweiswe. „Das Zusammenwirken an der Einsatzstelle muss erprobt werden, sonst geht der Einsatz daneben.“

Insgesamt verlief die Großübung äußerst zufriedenstellend, wovon sich auch Vertreter des Landes vergewissern konnten. Feuerwehrchef Wolff bilanzierte: „Es ist wichtig zu sehen, dass die Einsatzkräfte in Aachen gerüstet sind.“

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