Haarener - Schwere (Stein-)Geschütze gegen Laster am „Haarener Nadelöhr”

Schwere (Stein-)Geschütze gegen Laster am „Haarener Nadelöhr”

Von: Stephan Mohne
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Die neueste Variante des vielf
Die neueste Variante des vielfach veränderten „Haarener Nadelöhrs”: Vor der Feuerwache soll nun ein massives Steinkonstrukt Laster an der Durchfahrt hindern. Aber auch mancher Autofahrer fühlt sich arg „beengt”. Foto: Michael Jaspers

Haarener. Es ist eines der skurrilsten lokalpolitischen Kapitel der vergangenen Jahrzehnte - und nun soll die Geschichte beendet werden. Endlich. Das zumindest versprechen sich Politik und Verwaltung von der Neubaumaßnahme an der Haarener Friedenstraße.

Dorthin ist das berühmt-berüchtigte Nadelöhr „gewandert”, das bis dato in Form von Blumenkübeln einige Meter davor an Hergelsbenden zu finden war. Das Thema bewegt Haaren schon seit 20 Jahren - oder sogar noch länger.

Massive Tatsachen gegen Schieben und Überfahren

1991 fiel jedenfalls der Beschluss, großen und kleinen Lastern, die diesen Weg von der Autobahn über Strangenhäuschen kommend Richtung Haaren nutzten, die Durchfahrt zu versperren. In den folgenden Jahren wurde das auf vielfache Weise probiert. So zum Beispiel mit Baken, die aber regelmäßig „niedergewalzt” wurden. Vor allem mancher Kleintransporterfahrer wollte sich nicht stoppen lassen. Uns so wurde einfach draufgehalten. Später kamen besagte Blumenkübel. Aber auch diese wurden von den Blechpiloten mit PS-Kraft nicht selten einfach beiseite geschoben. Derweil mussten große Lkw an dieser Stelle wenden und taten das zeitweise bis in die Gärten der Anwohner hinein.

Gegen das alles sind nun schwere Geschütze aufgefahren worden. Im Wortsinn. Denn an der Haarener Feuerwache hat die Stadt nun ein Konstrukt aus massiven Steinen in die Fahrbahn gemauert. So massiv, dass sich mancher Autofahrer kaum noch traut hindurchzufahren. Und für schwere Laster bleibt das Problem wie früher: Sie müssen dort rückwärts wenden.

Wie in der AZ-Redaktion sind auch beim Haarener Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler schon Beschwerden aufgelaufen: „Ich bin auch schon massiv beschimpft worden.” Doch Prömpeler geht die Sache erst einmal mit Ruhe an. Die Engstelle sei keinen Deut enger als die frühere. Mithin passten auch alle Autos durch, die früher durchpassten. Jetzt aber weichen bereits viele Autos über den Bereich Atzenbenden aus, der sich einer hohen Belastung ausgesetzt sieht. Dort ist bereits eine Unterschriftenaktion angelaufen.

Unterdessen wird auch an der Einmündung Friedenstraße/Alt-Haarener-Straße gearbeitet. Dort wird die Fahrbahn deutlich enger als früher. Es wird nur noch eine Fahrbahn je Fahrtrichtung geben. Vor allem von der Friedenstraße kommend könnte das zu Staus führen, weil Linksabbieger in die viel befahrene Alt-Haarener-Straße dort oft länger warten müssen. Vorher gab es deswegen auch noch eine Rechtsabbiegerspur. Doch das Ganze hat einen Sinn: Es geht um die Schulwegsicherung für die Kinder, die dort queren. Ein Zebrastreifen wird auch angelegt. Frank Prömpeler fasst zusammen: „Man muss sehen, wie sich das Ganze anlässt. Nachjustieren kann man später immer noch.”
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