Aachen - Schweinegrippe: Schule geht auch ohne Schüler weiter

Schweinegrippe: Schule geht auch ohne Schüler weiter

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Schweinegrippe Meldepflicht
Bürger können sich in Gesundheitsämtern und ausgewählten Arztpraxen impfen lassen. Abgeschaftt wird hingegen nach Informationen unserer Zeitung die Meldepflicht. Foto: dpa

Aachen. Wieviele Menschen in Aachen derzeit an Schweinegrippe erkrankt sind, ist völlig unklar. Fakt ist nur - wie auch Ärzte berichten -, dass derzeit enorm viele Aachener grippeähnliche Infektionen haben.

Ungefähr die Hälfte davon, so schätzt das Gesundheitsamt, könnte sich das H1N1-Virus eingefangen haben. Allein: Nur 180 bestätigte Fälle stehen neu auf den Listen der Städteregionsbehörde.

Grund: Die im Mai eingeführte Meldepflicht ist wieder aufgehoben worden. Nur Labore melden Schweinegrippefälle noch. Selbst den Behörden ist also unklar, wie ernst oder harmlos die Lage eigentlich ist.

Schulen und Kitas melden unterdessen ungewöhnlich hohe Krankheitsraten unter den Kindern. Geschlossen wird deswegen aber keine der Einrichtungen - nicht jetzt und auch nicht künftig.

„Geschlossen wird nur, wenn der Schulbetrieb nicht mehr aufrecht zu erhalten ist”, so Stadtpressesprecher Hans Poth. Wobei das dann eine Entscheidung der Schulleitung wäre. Und die „Aufrechterhaltung des Schulbetriebs” bezieht sich hier auf das Lehrpersonal.

Nach Ansicht des Gesundheitsamtes bringe es nichts, Schulen wegen einer Anhäufung von Erkrankungen zu schließen. Eine weitere Ausbreitung lasse sich damit nämlich auch nicht verhindern.

Bleibt die Frage: Wie bringt man der Masse der Kinder, die krank zuhause bleiben müssen, dann denn Unterrichtsstoff nachträglich bei? Das sei eine Frage der pädagogischen Herangehensweise, heißt es bei der Stadt.

Am Montag jedenfalls trafen sich die Mitglieder des städtischen Krisenstabs, um sich vom Gesundheitsamt auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Dabei erfuhren sie, dass die Krankheitsquote in NRW im Gegensatz zu Bayern noch relativ gering sei.

Zur Sprache kam auch die Kommunikation. Dass diese bisweilen beim Thema Schweinegrippe katastrophal ist, weil es bisweilen höchst unterschiedliche Aussagen gibt, wurde nicht verhehlt. Apropos Kommunikation: Mehrere hundert Anrufe nimmt das Call-Center der Stadt und der Städteregion täglich entgegen, bei denen es um Fragen rund um die Schweinegrippe geht. Deswegen wurde angeregt, eine spezielle Hotline zu diesem Thema zu schalten, um die Fragen zu bündeln. Darüber soll jetzt erst einmal diskutiert werden.
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