Schwefelalarm: FH-Gebäude am Boxgraben geräumt

Von: Oliver Schmetz
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Boxgraben FH Aachen Gas Austritt
Ein Schwefelgeruch in einem Gebäude der FH Aachen am Boxgraben löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Foto: Andreas Steindl
FH Aachen Gasaustritt
Ein Schwefelgeruch in einem Gebäude der FH Aachen am Boxgraben löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Foto: Harald Krömer
FH Aachen Boxgraben Gas Austritt Schwefel
Ein Schwefelgeruch in einem Gebäude der FH Aachen am Boxgraben löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Foto: Andreas Steindl
FH Aachen Boxgraben Gas Austritt
Ein Schwefelgeruch in einem Gebäude der FH Aachen am Boxgraben löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Boxgraben ein einziger großer Parkplatz – dieses Bild bietet sich wahrlich nicht besonders oft. Am Dienstagnachmittag war es so: Zwischen 15.45 und 17.30 Uhr wurde die Hauptverkehrsstraße zur großen Aufstellfläche für Einsatzfahrzeuge.

Der Verkehr ruhte, Feuerwehrwagen reihte sich an Feuerwehrwagen, weil wegen eines Schwefelalarms im FH-Gebäude an der Ecke Hubertusplatz die Umgebung weiträumig abgesperrt werden musste.

Denn so lange die Feuerwehr die Ursache der erhöhten Schwefelkonzentration in dem Gebäude nicht ausfindig machen konnte, bestand latente Explosionsgefahr, wie Feuerwehreinsatzleiter Hans-Georg Schümmer erklärte. „Da mussten wir auf Nummer sicher gehen.“ Am Ende ging der Großeinsatz vergleichsweise glimpflich aus. Zwei Verletzte kamen mit Atemwegsbeschwerden ins Krankenhaus. Als Ursache wurde laut Feuerwehr schließlich eine defekte Ladestation für Batterien ausgemacht.

Als gegen 15.45 Uhr auf der Leitstelle der Alarm einging, im FH-Institut für Design am Boxgraben rieche es stark nach Schwefel, rückte zunächst ein Löschzug der Berufsfeuerwehr aus. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte in der Tat eine „massive Geruchsbelästigung“ und eine erhöhte Schwefelkonzentration in der Luft fest, so Schümmer. Deshalb wurde das gesamte Gebäude evakuiert, in dem sich zum Zeitpunkt des Unglücks nur recht wenige Personen aufhielten.

Laut FH-Pressesprecher Roger Uhle waren von der Evakuierung etwa 30 Personen – überwiegend Lehrende und Institutsmitarbeiter und nur ein paar Studierende – betroffen. Außerdem orderten die Einsatzkräfte wegen der unklaren Situation rasch Verstärkung: Ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr, ein Messtrupp, der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr, zwei Notärzte und zwei Rettungswagen rückten an – insgesamt laut Schümmer rund 40 Einsatzkräfte. Vor Ort trafen sie auf „zehn Personen, die über Beschwerden klagten“. Den meisten konnte sofort geholfen werden, zwei Verletzte wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Die Suche nach der Ursache für die erhöhte Schwefelkonzentration gestaltete sich derweil schwierig. Nachdem man bei der Stawag abgeklärt habe, dass es sich nicht um einen Gasaustritt handeln konnte – das Gebäude wird komplett über Fernwärme versorgt –, sei man im hinteren Bereich des Baus im Institut für E-Technik und Fahrzeugbau auf einen Raum gestoßen, in dem Batterien geladen wurden. Und diese Ladestation habe sich als Quelle des Schwefelaustritts entpuppt. „Ein technischer Defekt“, so Schümmer. Gegen 17.30 Uhr wurde die Vollsperrung des Boxgrabens aufgehoben, konnte der Verkehr wieder fließen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich glücklicherweise auch bereits ein zweiter Alarm in der Aachener Innenstadt als harmlos erwiesen. Denn gegen 16.30 Uhr waren weitere Einsatzkräfte – „der Rest der Berufsfeuerwehr“, so Schümmer – zu einem vermeintlichen Feuer in die Elisengalerie gerufen worden. Dort qualmte es aus einem Aufzug, wodurch die Brandmeldeanlage ausgelöst worden war. Auch in diesem Fall handelte es sich laut Feuerwehr um einen technischen Defekt, der Aufzug wurde stillgelegt. Zu Schaden kam niemand, da sich zum Zeitpunkt des Defekts keine Personen in der Aufzugkabine befanden.

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