Aachen - Schwarzer Montag auf Aachens Straßen

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Schwarzer Montag auf Aachens Straßen

Von: sh/os
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Schwerer Unfall im morgendlichen Berufsverkehr: Auf der Kreuzung Charlottenburger Allee/Berliner Ring rammte ein Lkw einen Rettungswagen. Vier Menschen wurden verletzt, es gab lange Staus. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Schwarzer Montag auf Aachens Straßen: Bei einem tragischen Unglück im Ostviertel ist am Montagvormittag eine Frau von einem Müllwagen überrollt worden und später im Krankenhaus gestorben. Zuvor hatte es im morgendlichen Berufsverkehr auf der Kreuzung Charlottenburger Allee einen schweren Unfall zwischen einem Lkw und einem Rettungswagen gegeben.

Dabei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. In den Staus rund um diese Unfallstelle kam es binnen weniger Minuten zu drei Auffahrunfällen, bei denen drei weitere Menschen leicht verletzt wurden.

Dringender Appell der Polizei

Der tragische Unfall im Ostviertel ereignete sich gegen 11.20 Uhr in der Nähe des Kennedyparks. Dort wurde eine 67-jährige Fußgängerin, die die Lützowstraße überqueren wollte, von einem Fahrzeug der Müllabfuhr erfasst. Laut Polizei stand der Müllwagen auf der rechten Fahrbahnseite der Straße in Fahrtrichtung Elsassstraße, als die Fußgängerin dem Fahrzeug auf dem rechten Gehweg entgegen kam.

Nachdem das Leeren der Mülltonnen beendet war, fuhr der Fahrer mit dem Fahrzeug an. Dabei erfasste er die Frau, die offenbar vor dem Wagen die Fahrbahn überqueren wollte. Die Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden. Der Fahrer des Müllwagen erlitt einen Schock; auch er wurde ins Krankenhaus gebracht. Nun ermittelt das Verkehrskommissariat, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren.

Erst in der vorigen Woche war es in Eilendorf zu einem ähnlichen Unfall mit einer Fußgängerin gekommen. Daher appelliert die Polizei, gerade in der Nähe von Großfahrzeugen Vorsicht walten zu lassen: „Fußgänger sind sich oft nicht bewusst, wie gefährlich es ist, einen haltenden Lkw unmittelbar vor dem Führerhaus zu passieren. Aufgrund der erhöhten Sitzposition des Fahrers befindet man sich dort als Fußgänger in einem toten Winkel, der nur über Kameras und entsprechende Zusatzspiegel einsehbar ist“, sagt Polizeisprecherin Sandra Schmitz.

Die Polizei rät daher, nicht einfach vor einem Lkw die Straße zu überqueren. Grundsätzlich sollten Ampelanlagen oder Zebrastreifen zum Überqueren benutzt werden. Seien diese nicht vorhanden, empfehle es sich, erst die Fahrbahn zu überqueren, wenn man sicher sei, dass man gesehen werde. Insbesondere bei Lkw und Bussen sollte man daher erst Sichtkontakt zum Fahrer aufnehmen und dann die Fahrbahn überqueren. „Im Zweifelsfall lieber stehen bleiben und das Fahrzeug erst passieren lassen“, mahnt Schmitz.

Der schwere Unfall an der Kreuzung Charlottenburger Allee, Berliner Ring und Breslauer Straße hatte sich zuvor bereits um 7.40 Uhr ereignet – weil ein Lkw-Fahrer nicht stehen blieb und einen Rettungswagen rammte. Dieser war laut Polizei auf dem Weg zu einem Einsatzort – und noch ohne Patient an Bord – mit Blaulicht und Martinshorn von der Charlottenburger Allee aus bei Rot in die Kreuzung eingefahren. Dabei rammte ihn der von rechts kommende Lkw. Der Rettungswagen wurde gegen einen Ampelmast geschleudert. Der 33-jährige Beifahrer des Fahrzeugs erlitt schwere Verletzungen, der Fahrer und eine Rettungsassistentin wurden leicht verletzt.

Der 54-jährige Lkw-Fahrer wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht. Er sagte laut Polizei aus, weder das Martinshorn noch das Blaulicht bemerkt zu haben. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Trümmer beschädigten zwei weitere Autos, auch der Ampelmast wurde zerstört. Über viele Stunden war der Verkehrsfluss an der Kreuzung beeinträchtigt, weil ein neuer Ampelmast installiert und die Anlage neu programmiert werden musste. In der Umgebung der Unfallstelle bildeten sich lange Staus. Der Verkehr wurde stundenlang von der Polizei geregelt.

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