Schwarzarbeit? Großrazzia bei Dürener Abwasserfirma „Arei”
Dem Familienunternehmen mit Stammsitz in Düren wird Steuerhinterziehung im großen Stil vorgeworfen.
Der Verdacht wiegt schwer: Durch die „systematische Beschäftigung” von Schwarzarbeitern seien der öffentlichen Hand Abgaben in einer „mindestens sechsstelligen Größenordnung” vorenthalten worden, bestätigte Oberstaatsanwalt Robert Deller Informationen unserer Zeitung. Die Firma betreibt 25 Standorte in Nordrhein-Westfalen - unter anderem in Aachen, Eschweiler, Herzogenrath, Heinsberg und Jülich. Nach eigenen Angaben verfügt Arei aber nur über 65 Mitarbeiter. Stundenlang durchkämmten zig Steuer- und Zollfahnder gleichzeitig eine Vielzahl der Dependancen und Wohnungen. Sie stellten bei der Großrazzia Unterlagen, Dateien sowie Computer sicher. Vorausgegangen waren monatelange verdeckte Ermittlungen.
Die Arei Abwassertechnik GmbH leitet in zweiter Generation der geschäftsführende Gesellschafter Daniel Kreitz. Zu den Vorwürfen wollte er auf Anfrage zunächst keine Stellung nehmen. Er betonte aber: „Wir arbeiten normal weiter und sind für unsere Kunden da.” Zudem tauchte Arei in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder als Sponsor für große Sport-, Kultur- und Karnevalsveranstaltungen in der Region auf.
Ob der Geschäftsführung wegen der Hinterziehung von Sozialversicherungsabgaben und Steuern der Prozess gemacht wird, sollen nun die neuen Erkenntnisse zeigen. Womöglich spiele hier die sogenannte „Scheinselbstständigkeit” eine Rolle, bei der das tatsächliche Beschäftigungsverhältnis vom Arbeitgeber verschleiert wird, hieß es. In diese Richtung deuten Aussagen auf der Arei-Homepage. Dort steht: „Der familiäre Charme unseres Unternehmens besteht darin, dass sich alle Mitarbeiter als selbstständig denkende und handelnde Unternehmer im Unternehmen fühlen.”
Nach Recherchen des Bayrischen Rundfunks könnte der Fall auch im Zusammenhang mit der Abfallentsorgung eines bundesweit tätigen Lebensmittel-Großdiscounters stehen.
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Der Verdacht wiegt schwer: Durch die „systematische Beschäftigung” von Schwarzarbeitern seien der öffentlichen Hand Abgaben in einer „mindestens sechsstelligen Größenordnung” vorenthalten worden, bestätigte Oberstaatsanwalt Robert Deller Informationen unserer Zeitung. Die Firma betreibt 25 Standorte in Nordrhein-Westfalen - unter anderem in Aachen, Eschweiler, Herzogenrath, Heinsberg und Jülich. Nach eigenen Angaben verfügt Arei aber nur über 65 Mitarbeiter. Stundenlang durchkämmten zig Steuer- und Zollfahnder gleichzeitig eine Vielzahl der Dependancen und Wohnungen. Sie stellten bei der Großrazzia Unterlagen, Dateien sowie Computer sicher. Vorausgegangen waren monatelange verdeckte Ermittlungen.
Die Arei Abwassertechnik GmbH leitet in zweiter Generation der geschäftsführende Gesellschafter Daniel Kreitz. Zu den Vorwürfen wollte er auf Anfrage zunächst keine Stellung nehmen. Er betonte aber: „Wir arbeiten normal weiter und sind für unsere Kunden da.” Zudem tauchte Arei in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder als Sponsor für große Sport-, Kultur- und Karnevalsveranstaltungen in der Region auf.
Ob der Geschäftsführung wegen der Hinterziehung von Sozialversicherungsabgaben und Steuern der Prozess gemacht wird, sollen nun die neuen Erkenntnisse zeigen. Womöglich spiele hier die sogenannte „Scheinselbstständigkeit” eine Rolle, bei der das tatsächliche Beschäftigungsverhältnis vom Arbeitgeber verschleiert wird, hieß es. In diese Richtung deuten Aussagen auf der Arei-Homepage. Dort steht: „Der familiäre Charme unseres Unternehmens besteht darin, dass sich alle Mitarbeiter als selbstständig denkende und handelnde Unternehmer im Unternehmen fühlen.”
Nach Recherchen des Bayrischen Rundfunks könnte der Fall auch im Zusammenhang mit der Abfallentsorgung eines bundesweit tätigen Lebensmittel-Großdiscounters stehen.








