Aachen - Schwarz-Weiß-Malerei in ihrer schönsten Form in der Aula Carolina

Schwarz-Weiß-Malerei in ihrer schönsten Form in der Aula Carolina

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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Ausstellung „Schwarz-Weiß“: In der Werkschau aus den Kunstwerkstätten der Bleiberger Fabrik waren unter anderem die eindrucksvollen Portraits von Werner Mertens zu bestaunen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Schwarz und Weiß – streng genommen sind das in der Farblehre keine Farben. Und doch sind sie in der Kunst und in unserer Kultur von elementarer Bedeutung. Daher wundert es auch nicht, dass die Bleiberger Fabrik für ihre dritte Werkschau der Kunstwerkstätten dieses Motto ausgesucht hat.

Am Wochenende konnten sich Besucher der Ausstellung in der Aula Carolina ein eigenes Bild davon machen, wie vielseitig Kunst sein kann, die sich nur auf den Kontrast zwischen Schwarz und Weiß beschränkt.

Große Herausforderung

„Die größte Herausforderung liegt darin, dass es vermeintlich einfach ist. Die Tücken kommen, wenn man loslegt“, meint der Aachener Künstler Kai Savelsberg, der als Dozent an der Bleiberger Fabrik tätig ist und Kursteilnehmer bei ihren Arbeiten zu dieser Werkschau begleitet hat. Auf seine Anregung geht auch das diesjährige Motto zurück. „Der erste Impuls bei vielen ist ,Farbe, Farbe, Farbe‘. Die Reduktion auf Schwarz und Weiß regt dazu an, sich auf das Wichtige zu konzentrieren, zum Beispiel auf die Lichtgebung“, berichtet Savelsberg über seine Beobachtungen im Kurs.

Einmal in der Woche oder in Wochenendkursen können Kunstinteressierte in den Werkstätten der Bleiberger Fabrik ihre eigenen Talente entdecken und unter Anleitung von Aachener Künstlern wie Savelsberg, Vera Sous oder Antonio Nuñez ihre Kenntnisse vertiefen oder Neues ausprobieren. Über 100 Werke zum Thema „Schwarz-Weiß“, in unterschiedlichsten Formaten und Techniken waren zu sehen. Acrylmalerei, Zeichnungen und Radierungen waren dabei ebenso vertreten wie Drucktechniken oder Collagen. Zum ersten Mal waren auch Teilnehmer der Kinderwerkstätten dabei.

Das freut Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, besonders: „Das sind unheimlich starke Bilder. Leider sind es in diesem Jahr noch nicht so viele Beiträge geworden, aber für das kommende Jahr hoffen wir, dass wir mehr zeigen können.“

Das Motto rückte bei der diesjährigen Werkschau die Zeichner in den Mittelpunkt. Zu sehen waren Akte und Porträts, aber auch Landschafsmalereien, mal formal und naturalistisch, mal abstrakt und surrealistisch in Szene gesetzt. Das Motto bot auch die Gelegenheit, ältere Arbeiten einzureichen. „Glücklich und sehr beeindruckt“ war Keupen über die große Bandbreite der diesjährigen Werkschau.

Werner Mertens steuerte für die Ausstellung einige Porträts und zwei Landschaftsmalereien bei. „Das Motto kommt mir sehr entgegen“, erzählt er. Mertens malt seit ungefähr fünf Jahren, hauptsächlich sind es Porträts: „Die Porträtmalerei ist sehr genau, man erkennt schneller Fehler. Die Landschaftsbilder sind schneller entstanden. Da habe ich für ein Bild zwei Stunden gebraucht.“

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