Schwarz-grüner Antrag soll Windenergie stärken

Von: Joachim Rubner
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Sie sollen bald mehr werden: CDU und Grüne stellten jetzt den Antrag, neue Gebiete auf Eignung für Windräder zu prüfen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Windkraft in Aachen wird stärker gefördert. Sie war schließlich ein wichtiger und lange diskutierter Punkt bei den Koalitionsvereinbarungen zwischen CDU und Grünen. Das Ergebnis wird jetzt umgesetzt: Die regenerativen Energieformen wie Windkraft, Solarenergie und Geothermie sollen weiter ausgebaut werden.

Am Mittwoch stellten die neuen Koalitionspartner einen gemeinsamen Ratsantrag vor, der die Windkraft in Aachen betrifft. Darin wird die Verwaltung beauftragt, alle möglichen Standorte im Stadtgebiet, besonders aber im Gebiet von Avantis, Schneeberg und Münsterwald zu prüfen.

Keine negativen Auswirkungen

„Wo viel Wind ist, wollen wir, dass geprüft wird, ob dort Windräder möglich sind”, sagte Harald Baal (CDU). Ganz wichtig ist für Schwarz-Grün dabei, dass die von vielen kritisierten Begleiterscheinungen, wie Schlagschatten je nach Sonnenstand, aber auch Lärm für Menschen intensiv berücksichtigt werden.

„Aber es gilt auch, die Auswirkungen auf Fauna und Flora und die Eingriffe in das Landschaftsbild ausreichend zu berücksichtigen”, ergänzte Sabine Göddenhenrich (Grüne), die neue Vorsitzende des Umweltausschusses. Sie betonte auch die wirtschaftliche Bedeutung der Windenergie: So werden weltweit 50 Prozent aller Windkraftanlagen in Deutschland gebaut und 60 Prozent der deutschen Produktion exportiert. „Rund 280.000 Menschen arbeiten in den Bereichen Umweltschutz und Energie”, erläuterte auch Jochen Luczak (Grüne) den Wirtschaftsfaktor.

Die Angelegenheit sei dringend, auch wenn die Antragsteller mit zwei bis zweieinhalb Jahren Zeit für Prüfung und Beratung planen, denn in wenigen Tagen wird in Kopenhagen das neue Klimaschutzabkommen, das Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll, verhandelt.

Die neuesten Erkenntnisse in der Klimaforschung zeigen nämlich deutlich, dass die Menschheit keinen großen Spielraum mehr hat, wenn sie die Klimaerwärmung nicht über zwei Grad Celsius ansteigen lassen will. „Um dieses Ziel zu erreichen, ist neben der Energieeinsparung und der Steigerung der Energieeffizienz die Nutzung der erneuerbaren Energien notwendig und hierzu kann die Windenergie einen wichtigen Beitrag leisten”, sagte Dr. Michael Pauly (CDU), Bezirksvorsteher von Laurensberg.

Planungsbeginn schon im Januar

Nochmals wiederholten alle Politiker, dass ein sogenanntes Repowering in Vetschau nicht geplant ist. Denn in Vetschau und umliegenden Orten hatte es große Irritationen um die vor Monaten im Gespräch stehende Aufrüstung der im Windpark Vetschau vorhandenen Anlagen gegeben (die AZ berichtete mehrfach).

Wenn alles nach den Antragstellern geht, werden die Planungsarbeiten zum Ausbau der Windkraft bereits im nächsten Januar beginnen.
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