Aachen - Schwarz-Grün will Ausbau der Monschauer Straße abspecken

Schwarz-Grün will Ausbau der Monschauer Straße abspecken

Von: André Schaefer
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Ausbau abspecken: Während der
Ausbau abspecken: Während der Landesbetrieb Straßenbau die Monschauer Straße zwischen Lichtenbusch und Oberforstbach ab 2014 vierspurig erweitern will, fordert die Ratsmehrheit, sich auf maximal drei Spuren zu beschränken. Foto: Michael Jaspers

Aachen. So ganz reibungslos verlaufen die Planungen zum Ausbau der Monschauer Straße schon seit Monaten nicht. Anfang des Jahres stellte der Landesbetrieb Straßen NRW im Mobilitätsausschuss ein Konzept vor, mit dem man den Verkehr auf der Monschauer Straße - insbesondere den Abschnitt zwischen der Autobahnabfahrt Lichtenbuch und der Pascalstraße - entlasten wolle.

Die Planungen sahen vor, die B258 auf diesem Teilstück auf vier Spuren auszubauen. Zudem sollte der dahinter folgende Streckenabschnitt bis zur Himmelsleiter dreispurig verlaufen.

Die Vorstellungen des Landesbetriebes hatten zur Folge, dass besonders die Vertreter der CDU- und Grünen-Fraktion die Stirn runzelten. „Wir waren angesichts der Planungen entsetzt”, sagt Roland Jahn von den Grünen, der gleichzeitig Vorsitzender des Mobilitätsausschusses ist. „Wir halten diese Planungen für überdimensioniert. Das ist eine Flächen- und Steuermittelverschwendung.”

Welche Kosten bei den Planungen letztlich anfallen würden, war zu keiner Zeit klar. Ebenso hielten die Vertreter der beiden Fraktionen die Begründung des Landesbetriebes für den Ausbau als fraglich. So wurde damit argumentiert, dass bis 2025 auf dem Teilstück der Autobahnabfahrt bis zur Einmündung Pascalstraße ein tägliches Verkehrsaufkommen von bis zu 29.000 Fahrzeugen erwartet werde. „Wir haben nie eine solche Studie zu sehen bekommen. Wir halten diese Prognose für sehr vage”, betont die CDU-Verkehrspolitikerin Gaby Breuer.

Da verwundert es nicht, dass die Ratsmehrheit nun mit einem anderen Plan um die Ecke kommt. Zusammen mit den Kollegen aus der Städteregion wird nun gefordert, das Gesamtprojekt in zwei Bauabschnitte zu unterteilen. Der erste Bauabschnitt sieht vor, dass die Strecke zwischen Autobahn und Pascalstraße maximal dreispurig verlaufen solle.

Dies hätte auch zur Folge, dass man höchstwahrscheinlich auf die ungeliebten Lärmschutzwände, die bei vier Spuren von Nöten wären, verzichten könnte. Der zweite Bauabschnitt umfasst die dahinterliegende Strecke bis Relais Königsberg, wo bei einigen Kreuzungsbereichen Verbesserungen erfolgen sollen. Doch Jahn weist darauf hin, dass im zweiten Bauabschnitt vorerst nichts passieren werde.

Anders beim ersten Abschnitt: „Hier wünschen wir uns eine zügige Entscheidung”, sagt Jahn. Die Verwaltung habe die Pläne an den Landesbetrieb weitergereicht. Nun heiße es, auf die Zustimmung zu warten. „Damals hieß es bei den ersten Vorstellungen des Konzepts, dass man in vier Jahren mit dem Bau beginnen werde. Das ist uns deutlich zu lange. Ich wünsche mir, dass es im kommenden Jahr schon zum Ausbau kommt”, so der Vorsitzende des Mobilitätsausschusses unmissverständlich.
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