Schultze und Schröder mit Frosch am Hals

Von: Matthias Hinrichs
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Wer nimmt hier wen auf den Arm? Herr Schultze und Herr Schröder vom Wallstreet Theatre bringen ihren neuen Kollegen „Froschcois“ mit ihrem abendfüllenden Programm „Frog‘n‘Chips“ jedenfalls ganz groß raus. Premiere ist am 12. Dezember bei Kappertz. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wenn zwei ebenso steife wie äußerst gelenkige Vertreter des typisch trockenen britischen Humors ausgerechnet einen feucht-fröhlichen Franzosen ins Herz schließen, dann gerät die bilaterale Beziehungskiste ruckzuck zum explosiven Slapstick-Spaß.

Dieser Tage haben Andreas Wiegels und Christian Klömpken, alias Mister Schultze und Mister Schröder, noch besser bekannt als Wall Street Theatre, zumindest schon mal einen kleinen Einblick in eine wohlgehütete Blackbox der Blödeleien gewährt. „Frog‘n‘Chips“ heißt das inzwischen neunte abendfüllende Programm des unverwüstlichen kaiserstädtischen Komiker-Gespanns, das am 12. und 13. Dezember seine Aachener Premiere im Saalbau Kappertz an der Hüttenstraße feiert.

Die beiden quirligen Möchtegern-Insulaner haben jetzt gemeinsam mit Regisseur Andreas Hartmann nämlich – wie stets bar jeglicher Berührungsängste – einen mindestens ebenso beweglichen Bühnenpartner ins Boot geholt. „Wir haben uns erlaubt, der komischen Amphibie namens Froschois Asyl zu gewähren“, erklärt Wiegels jovial. Diplomatische Verwicklungen auch der buchstäblichen Art dürften dabei nicht lange auf sich warten lassen (auch wenn Monsieur Froschois‘ Wiege, wie Klömpken verrät, eigentlich im Atelier der Aachener Kostümbildnerin und Puppenmacherin Anja Setzen gestanden hat). Zumal die seit 22 Jahren allerbestens auf einander eingespielten Pseudo-Gentlemen Grund zur Befürchtung hegen dürfen, dass der freche Frosch ihnen gar hurtig die Show stehlen könnte.

Eine schwebende Jungfrau

Selbst schuld. Natürlich greifen die Herren aber auch anderweitig wieder tief in die denkbar chaotische Trickkiste aus akrobatischen Einlagen, Jonglage, Stand-up-Comedy, ein bisschen Improvisation und jeder Menge Wortwitz. „Wir erklären zum Beispiel, warum die Briten in der Tat von den australischen Aborigines abstammen“, verspricht Wiegels. „Erstmals zaubern wir auch eine schwebende Jungfrau herbei. Außerdem singen wir sogar ein paar Nummern und spielen Filmklassiker aus dem Stegreif nach, die das Publikum uns vorschlagen darf.“

Oscarreife Attacken auf die Lachmuskeln dürften also wieder mal garantiert sein – nicht nur, weil das heimatliche Publikum allemal kein Frosch ist.

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