Schulterschluss gegen den Krieg

Von: Sebastian Dreher
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Fußmarsch für den Frieden: Die Gemeinschaft Sant´Egidio ging mit Bischof Mussinghoff zum Münsterplatz. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Paix, Pace, Peace” - ein Wort in verschiedenen Sprachen, doch die Bedeutung ist dieselbe: Frieden. Die Teilnehmer des von der Gemeinschaft Sant´Egidio anlässlich des Weltfriedenstages am 1. Januar initiierten Marsches trugen die Botschaft auf Schildern und Transparenten vor sich her.

Dort waren ebenfalls die Namen der Länder zu lesen, in denen gewalttätige Auseinandersetzungen auf der Tagesordnung stehen und für die das Engagement gegen den Krieg in erster Linie gedacht ist. Afghanistan, Irak, Tschetschenien, Israel, Kolumbien, Eritrea.

„Viele Menschen, gerade Frauen, Kinder und alte Menschen leiden unter dem Drama des Krieges”, sagte Manuela Brülls von der Gemeinschaft Sant´Egidio in Mönchengladbach. „Unsere Gemeinschaft setzt sich in vielen kriegsgebeutelten Ländern für den Frieden ein.”

Die 1968 von römischen Schülern und Studenten gegründete Laienvereinigung hat weltweit über 60.000 Mitglieder und sich vor allem dem Kampf gegen die Armut verschrieben. „Der Krieg ist der Vater aller Armut”, erklärt Brülls. Seit neun Jahren veranstaltet Sant´Egidio in vielen Städten Märsche, Kundgebungen und Friedensgebete, Aachen ist zum siebten Mal dabei.

Der Marsch der rund 30-köpfigen Gruppe ging vom Ponttor zum Rathaus und weiter zum Münsterplatz. Dort angelangt wurden die Teilnehmer vom Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff begrüßt. „Viele Christen sind in der Ausführung ihres Glaubens eingeschränkt”, sagte der Bischof, der in seiner Rede vor allem die Wichtigkeit der Religionsfreiheit betonte. „Diese Freiheit ist der Weg zum Frieden.”

Gerade seit dem Anschlag vom 11. September 2001 sei zwischen Christen und Muslimen viel Hass gesät worden. Dass der Friede nur durch die Annäherung der Weltreligionen gesichert werden kann, soll auch beim 25. Internationalen Friedenstreffen in München vom 11. bis zum 13. September 2011 das Schwerpunktthema sein. Dort werden Vertreter der verschiedenen Religionen bei Konferenzen und Vorträgen über die Sicherung des Friedens debattieren. Zum Abschluss werden Christen, Juden, Muslime und anders gläubige Menschen in direkter Nähe, doch in ihren jeweiligen Gotteshäusern zusammen beten können.
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