Schulsozialarbeit: Stellen bis 2017 gesichert

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Vielfältiges Arbeitsfeld: Die Finanzierung der 27,5 Stellen in der Schulsozialarbeit sind bis Ende 2017 gesichert. Den Fachkräften gelingt ein völlig anderer Zugang zu Jugendlichen als dies oftmals Lehrern möglich ist. Foto: dpa

Aachen. Die Zahlen zur Schulsozialarbeit an den Aachener Schulen, die in der gemeinsamen Sitzung von Schulausschuss und Kinder- und Jugendausschuss Ende März vorgestellt wurden, verdeutlichten noch einmal den wichtigen Stellenwert und die präventive Wirkung des Angebots.

Derzeit gibt es 27,5 Stellen – in Voll- oder Teilzeit – verteilt auf 34 Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter an 38 Schulen. Alle Stellen können laut der Abteilung Pädagogische Dienste im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule bis Ende 2017 finanziert werden.

Zu den Schulen gehören 22 Grund-, drei Haupt-, vier Förder-, vier Real-, vier Gesamtschulen und ein Gymnasium. An den Grundschulen können 3675 Schülerinnen und Schüler von dem Angebot profitieren, an den Förderschulen 530, den Haupt- und Realschulen und dem Gymnasium 7736. Eine der Stellen ist durch die Teamleitung besetzt.

Blick für Probleme der Schüler

Einige wichtige Kennzahlen und Informationen im Überblick teilte die Verwaltung den Politikern mit: Im Schuljahr 2013/2014 wurden von den städtischen Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern insgesamt 1407 Kinder und Jugendliche durch eine „Einzelhilfe“ erreicht. Es wurden 788 Erziehungsberechtigte einbezogen und es fanden 2498 Elterngespräche statt.

Zu den Themen der Einzelhilfe gehörten unter anderem Schulabsentismus („Schulschwänzen“), Scheidung, Trauer, häusliche Gewalt, psychische Erkrankung der Eltern, Alkohol- oder Drogenkonsum der Jugendlichen oder der Eltern, Computer- und Internetsucht, (Cyber-)Mobbing, Probleme mit Eltern, Freunden, Mitschülern oder Lehrkräften, Sprachschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Überforderung in der Schule, frühe Schwangerschaft, Suizidgedanken, Essstörungen, Lernprobleme sowie

Bei den Einzelhilfen wurde in vielen Fällen eng mit den Sozialraumteams des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule sowie mit anderen Jugendämtern kooperiert. Darüber hinaus war die Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologischen Dienst, mit Beratungsstellen, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und anderen Institutionen wie der Sozialpädagogischen Familienhilfe oder Arzt- und Therapiepraxen ein wesentlicher Bestandteil des Hilfeangebots. Bei 239 Kindern und Jugendlichen lag ein Anfangsverdacht auf Kindeswohlgefährdung vor, in 79 Fällen folgte eine Meldung an die zuständigen Jugendamtsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

Bei der Einzelhilfe handelt es sich in der Regel um einen länger andauernden Hilfeprozess, der das „Herzstück“ der Schulsozialarbeit darstellt. Zusätzlich zur Einzelhilfe wurden nach Bedarf Kinder und Jugendliche individuell gefördert: Im Schuljahr 2013/2014 gab es 2978 Einzelförderungen durch die Fachkräfte der Schulsozialarbeit. Konkret handelte es sich um Angebote zur Sozialkompetenz, Konfliktbewältigung, Frustrationstoleranz, Selbstwertgefühl, Konzentrationsvermögen, Schulmotivation, Sprach-, Lese- und Rechenkompetenz, Arbeits- und Lerntechniken, Medienkompetenz.

Offene Gruppenangebote und Beratungen mit Lehrkräften aber auch offene Gruppenarbeit wurde angeboten: Schülerinnen und Schüler besuchten insgesamt 908 niedrigschwellige, offene Gruppenangebote der Schulsozialarbeit, zum Beispiel Pausenangebote oder Spielezirkel. Die Konfliktberatung war ebenfalls ein fester Bestandteil der Schulsozialarbeit aller Schulformen. Insgesamt gab es 2700 Beratungen. Dabei handelte es sich um Spannungen zwischen Einzelnen, Schülergruppen oder auch mit Lehrkräften.

Zusätzlich fanden 6219 kollegiale Beratungen mit Lehrerinnen und Lehrern statt. Hinzu kamen noch 36 Informationsveranstaltungen und 694 Einzelberatungen zum Bildungs- und Teilhabe-Paket (BuT). Insgesamt leistete das Team bei 1680 Einzelanträgen Hilfestellung.

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