„Schulschwänzern” geht es an den Kragen

Von: Benjamin Jansen
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Aachen. Das Thema Schulabsentismus liegt Wolfgang Rombey am Herzen. Oder anders ausgedrückt: Den „Schulschwänzern” will der Stadtdirektor an den Kragen.

„Es ist ein tägliches Problem, das auch die Aachener Schulen seit Jahren begleitet. Deshalb haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, die einen Leitfaden zum praktischen Umgang mit Schulabsentismus entwickelt hat”, berichtet der Dezernent für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport.

Das Konzept der Arbeitsgruppe besteht aus vier Phasen. Bei einmaligem Fehlen wird geprüft, ob eine Entschuldigung oder ein Attest vorliegt. „Nach drei Tagen werden die Erziehungsberechtigten informiert und es wird kontrolliert, ob sich der Schulbesuch wieder regelmäßig einstellt”, erklärt Elke Münich, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule.

Phase 3 sieht die pädagogische Intervention mit der Jugendhilfe vor, wenn der Schüler nach sieben Tagen nicht zum Unterricht erschienen ist. „In letzter Instanz kann eine zwangsweise Zuführung mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes erfolgen”, sagt Wolfgang Rombey.

Besonders groß sei die Gefahr an Haupt- und Gesamtschulen. „Die Quote fällt dort in der Regel höher aus.” Der Bundesdurchschnitt für regelmäßiges Schulschwänzen liegt bei fünf Prozent, bei den 13- bis 16-Jährigen ist das Risiko am größten.

Grundschulen sind von diesem in der Regel nicht betroffen. Bei der Regionalamtskonferenz der Jugendämter, sowie bei den Schulleiterkonferenzen soll das Pilotprojekt vorgestellt werden.
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