Schulsanitätstag: Helfer müssen für den Notfall gerüstet sein

Von: Eva Onkels
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Wichtige Informationen für den künftigen Sanitätsdienst in der Schule: Wenn eine Reanimation notwendig ist, muss jeder Handgriff sitzen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wie reagiere ich bei einem medizinischen Notfall? Wie funktioniert ein Beatmungsgerät und wie gehe ich bei einer Reanimation vor? Schülerinnen und Schüler aus drei Schulen aus Aachen und der Städteregion wurden diese und andere Fragen beim zweiten Schulsanitätstag im Floriansdorf durch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beantwortet.

Der Schulsanitätsdienst ist soziales Engagement und praktische Hilfe gleichzeitig. Sollte es in der Schule zu einem Notfall kommen, sind die Schülerinnen und Schüler in der Lage, die korrekte und oftmals notwendige Erste Hilfe zu leisten. Vermittelt werden die Kenntnisse über das DRK und Arbeitsgemeinschaften in der Schule, die ihrerseits von dazu ausgebildeten Lehrern vermittelt werden.

Finn Roosen (15) von der Maria-Montessori-Gesamtschule Aachen war einer der teilnehmenden Schüler. „Ich habe viel Interesse an der Arbeit von Sanitätern. Der Sanitätsdienst in der Schule macht mir viel Spaß“, erzählte er. Beim Schulsanitätstag habe er gelernt, wie man mit einem Beatmungsbeutel umgeht und einen Betroffenen psychologisch begleitet. „Am Schwierigsten ist es jedoch, den Überblick zu behalten und die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Das straffe, rund sechsstündige Programm umfasste theoretische wie auch praktische Übungen. Rund zehn zumeist ehrenamtliche Mitglieder des DRK sorgten für Wissensvermittlung einerseits und stellten sich andererseits als „Unfallopfer“ für die praktischen Übungen zur Verfügung.

Das Floriansdorf auf Melaten ist für eine solche Aufgabe wie geschaffen. Das „Dorf“ dient als Übungs- und Lernort für Kindergartenkinder und Schüler, es geht um Brandvermeidung und das richtige Verhalten im Brandfall. Im Teddykrankenhaus lernen die Kinder, keine Angst vor dem Arzt zu haben, wie ein Krankenwagen funktioniert und wie man korrekt einen Notruf vornimmt. Dieter Albert, der für das Teddykrankenhaus zuständig ist, betonte, dass die meisten Kinder und Jugendlichen, die einen Besuch im Teddykrankenhaus hinter sich haben, sich sicherer im Ernstfall verhalten und zum Teil souveräner mit Notfällen umgehen können als Erwachsene.

Der Schulsanitätsdienst sorgt ebenfalls für ein sichereres Auftreten im Notfall. Bei den praktischen Übungen am Nachmittag – simuliert wurde ein Autounfall – ging es dann darum, einen Patienten mit möglicherweise Verletzungen an der Wirbelsäule schnell und sicher in den Krankenwagen zu bringen. Viele Dinge müssen dabei beachtet werden: sichtbare Verletzungen, mögliche nicht-sichtbare Verletzungen, der geistige Zustand des Patienten und die Gemütslage. Gerade bei Wirbelsäulenverletzungen gilt der Grundsatz: nicht der Faktor Zeit ist entscheidend, sondern die sachgerechte Behandlung und Betreuung des Patienten.

Im Anschluss konnten die Schüler ihre Beobachtungen schildern und die ausgebildeten Rettungssanitäter ihre Kritik und ihr Lob formulieren.

Das Feedback nach sechs Stunden: die Teilnahme hat sich gelohnt, die Schülerinnen und Schüler haben viel gelernt, konnten ihr Wissen auffrischen, was ihrer Arbeit im Schulsanitätsdienst zugute kommt.

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