Brand - Schulgarten der Brander Gesamtschule wieder auf Vordermann gebracht

Schulgarten der Brander Gesamtschule wieder auf Vordermann gebracht

Letzte Aktualisierung:
12196312.jpg
Pflanzzeit in der „Gemüse-Ackerdemie“: Die Fünftklässlerinnen der Gesamtschule Brand haben alle Hände voll zu tun. 25 Gemüsesorten wurden auf dem Gemüseacker im Schulgarten gepflanzt. Foto: Stadt Aachen

Brand. An einem Donnerstagmorgen im April war es endlich soweit. Mitarbeiter des Sozialwerks Aachener Christen und von der „Gemüse-Ackerdemie“ haben die ehemalige Brennnesselwiese im Schulgarten der Gesamtschule Brand gefräst, Sand und Kompost verteilt und Beete eingeteilt.

Dabei ist ein neuer 300 Quadratmeter großer Gemüseacker entstanden, auf dem nun mehr als 25 Gemüsesorten angebaut werden sollen. Auch ein Zaun gegen tierische Feinschmecker wie Hasen und Mäuse wurde gezogen.

Die Mädchen und auch Jungen eines Wahlpflichtkurses Naturwissenschaften im neunten Schuljahr arbeiten seit vielen Wochen im Schulgarten. In einem ersten Schritt haben Lehrkräfte der Gesamtschule die den Acker umgebenden Bäume und Sträucher beschnitten und gehäckselt. Im Februar pflügte der Vater einer Schülerin ehrenamtlich den Boden mit Hilfe seines Baggers um. Seitdem sammelten Schülerinnen und Schüler unermüdlich Wurzeln, Unkraut und Müll von der Fläche.

In den kommenden Wochen und Monaten wird weiter fleißig gehackt, gewässert, gemulcht und Unkraut gezupft werden. Alle Beteiligten hoffen, dass nach guter, an ökologischen Kriterien ausgerichteter Pflege auch eine schmackhafte Ernte eingefahren werden kann. Denn auch das gehört dazu: Nach der Ernte werden die Produkte vermarktet, so dass die Schüler die vollständige Nahrungsmittelkette kennenlernen.

Rund 15 Jahre lang hatte sich der Schulgarten der Gesamtschule in eine fast undurchdringliche Wildnis verwandelt. Das änderte sich erst in den zurückliegenden fünf bis sechs Jahren, auch im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Schulhofs. Kai Frings und Ulrike Löhrer, beide Lehrer für Naturwissenschaften, haben den Schulgarten mit den Schülern so umgestaltet, dass er wieder nutzbar ist. Die Idee für das aktuelle Ackerprojekt geht auf Martin Heinrichs vom Sozialwerk Aachener Christen zurück. Er fragte sich, weshalb die tolle Idee der „Gemüse-Ackerdemie“ von den Schulen in Aachen bisher kaum umgesetzt wurde. In der Gesamtschule Brand lief er damit offene Türen ein. Die „Gemüse-Ackerdemie“ wurde durch den Förderverein und den Verein Ackerdemia aus Potsdam ermöglicht.

Bei der „Gemüse-Ackerdemie“ handelt es sich um ein schulbegleitendes Bildungsprogramm. Es soll Kinder und Jugendliche wieder an die Zusammenhänge natürlicher Nahrungsmittelproduktion heranführen. Die Initiative reagiert damit auf bekannte Entwicklungen in unserer Gesellschaft: So haben Kinder immer weniger Kontakt und Bezug zur Natur, sowohl zu Hause in der Freizeit als auch in der Schule.

Nur wenige von ihnen wissen, wo ihre Nahrungsmittel herkommen. Noch weniger haben schon einmal selbst Gemüse angebaut. Dieser Entwicklung wollen der Verein Ackerdemia und die Gesamtschule Brand mit ihrer „Gemüse-Ackerdemie“ entgegenwirken. Ihr Ziel ist eine junge Generation von Konsumenten, die nachhaltig verstanden hat, wie Nahrungsmittel produziert werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert