Schulen und Kitas senken Temperatur: Warmer Pulli war gefragt

Von: Leon Heckmann
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Mützen auf, Pullis an: Beim Aktionstag im Couven-Gymnasium zeigten Schülerinnen und Schüler bei der Vorstellung des Energiemonitor-Systems, wo man Energie sparen kann. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Den Energiebedarf von öffentlichen Einrichtungen senken und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – das war das Ziel des Aktionstages „Warmer Pulli“, der erstmals an zwölf Aachener Schulen und Kindertagesstätten stattfand.

Die Stadt hatte die Einrichtungen aufgefordert, für einen Tag die Raumtemperatur um mindestens ein Grad Celsius abzusenken und den Wärmeverlust durch einen warmen Pulli auszugleichen. Klingt nicht viel – und doch können schon durch diese geringe Reduzierung knapp sechs Prozent der Heizenergie eines Gebäudes eingespart werden. Denn: „Weniger kann auch mehr sein“, wie Umweltdezernentin Gisela Nacken bei der Auftaktveranstaltung im Couven-Gymnasium erklärte.

Der Projekttag soll aber nicht nur einmalig Energie und Heizkosten einsparen, sondern die Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz und das Energiesparen begeistern. Eine wichtige Rolle dabei spielt das preisgekrönte Energie-Monitoring-System „E-View“, das vom Gebäudemanagement der Stadt entwickelt wurde und betrieben wird. Über die Internetseiten der Stadt kann damit jeder den Energieverbrauch von vielen öffentlichen Einrichtungen abrufen. Detaillierte Statistiken geben Aufschluss über den Verbrauch an Strom, Wärme, Wasser und CO2 in den jeweiligen Einrichtungen; die Aufzeichnungen werden alle 15 Minuten aktualisiert und gehen über mehrere Jahre zurück.

Das Couven-Gymnasium bemüht sich bereits seit langem um den Klimaschutz: Es war die erste Aachener Schule mit einer Solaranlage auf dem Dach. Zudem beschäftigten sich bereits vor dem Aktionstag Schüler der 7. Klasse im Rahmen des schuleigenen „Klima-Teams“ mit den Daten ihrer Schule. In Projekten wurden die Statistiken ausgewertet und analysiert, der physikalische Hintergrund wurde mit einem Lehrer in einem Modell dargestellt.

Unterrichtsmaterial

In Zukunft sollen die Daten des Monitoring-Systems verstärkt in den Unterricht an allen teilnehmenden Schulen und Kitas eingebunden werden. Dazu hat die Stadt Aachen in Zusammenarbeit mit der WertSicht GmbH spezielles Unterrichtsmaterial für alle Schultypen und Altersgruppen entwickelt, welches von Nacken an die Vertreter der Einrichtungen übergeben wurde.

So will man die Schüler in verschiedenen Fachrichtungen wie Physik und Biologie, aber auch Deutsch und Geschichte fürs Thema Klimaschutz sensibilisieren. Zudem soll den jungen Menschen aufgezeigt werden, dass jeder durch einfache Dinge im Alltag seinen Teil zum Schutz des Klimas beitragen kann. „Wir können alle etwas tun und Verantwortung übernehmen“, betonte Klaus Schavan, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt.

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