Aachen - Schule soll keine „Turboveranstaltung“ sein

Schule soll keine „Turboveranstaltung“ sein

Von: Kathrin Albrecht
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Erster gemeinsamer Gesamtschultag: In der Heinrich-Heine-Gesamtschule präsentierten die vier Aachener Gesamtschulen Unterrichtsinhalte und Konzepte. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Man muss wirklich gerne zur Schule gehen, wenn man noch lange nach Schulschluss in den Gängen unterwegs ist. Doch Angelique Mecklenburg aus der 8c, Jessie Mecklenburg und Celina Maaß aus der 7c und Linda Brand aus der 7b hängen sich rein, verteilen Flyer und beantworten Fragen zur Sportlerklasse, die sie besuchen. Denn an diesem Tag präsentierten sie auch ein bisschen ihre Schule, die Heinrich-Heine-Gesamtschule.

Sie war Veranstaltungsort des ersten Aachener Gesamtschultags. In drei Stunden gaben die vier Gesamtschulen Einblick in ihre Arbeit und in die Schulform Gesamtschule.

„Länger gemeinsam lernen, in neun Jahren erfolgreich zum Abitur“ war die Veranstaltung überschrieben. Der didaktische Leiter Stefan Saffer begrüßte die Gäste in der gut gefüllten Aula der Schule. Unter ihnen befanden sich auch Vertreter aus Rat und Verwaltung der Stadt Aachen.

„Wir freuen uns über den guten Zuspruch“, so der stellvertretende Schulleiter der Heinrich-Heine-Gesamtschule Mehmet Baata, der den Gesamtschultag auch mitorganisiert hat. Eltern über die Schulform Gesamtschule zu informieren, war das Anliegen der vier Schulen.

Allen Gesamtschulen gemeinsam ist die enge Begleitung der Schüler durch Beratungs- und Tutorenangebote. Für Baata liegt ein Vorteil der Gesamtschulen außerdem darin, dass hier gemeinsam und länger gelernt wird. Im Gegensatz zur bestehenden G8-Unterrichtsform an den Gymnasien haben Schüler an den Gesamtschulen die Möglichkeit, das Abitur in neun Jahren zu absolvieren.

Eine Ansicht, die der Reformpädagoge und Gastreferent Otto Herz in seinem Vortrag teilte. Schule als Ort des Lernens lade zum Verweilen ein und sei keine Turbovorstellung. Ursprünglich nur für eine knappe Stunde vorgesehen, fiel sein Vortrag etwas länger aus, so dass das geplante Anschlussprogramm etwas umorganisiert werden musste. Intensiv wurde von den Besuchern der Basar der Möglichkeiten zur Information genutzt. Mitgestaltet von den Schülern der einzelnen Schulen, präsentierten sich dort die vier Gesamtschulen mit ihren Lernkonzepten.

Die Maria-Montessori-Gesamtschule wählte dafür das Bild einer Buslinie. Verschiedene Haltestellen wiesen den Weg, den die Schüler auf dem Weg zur Bildung ihrer Persönlichkeit zurücklegen. Die Gesamtschule Aachen-Brand fördert das individuelle Lernen ihrer Schüler mit Lernstationen. In den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch und Französisch erarbeiten Schüler ein Lernziel für das Schuljahr, zusätzlich zum offiziellen Lehrplan.

Unter dem Titel „Schule auf dem Weg“ stellte sich die 4. Aachener Gesamtschule vor. Die Schüler werden dort in Lehrbüros und Werkstätten sowie mit vielfältiger Projektarbeit gefördert. Außerdem erhält jeder Schüler ein persönliches Logbuch, in dem alles dokumentiert wird. Auch ein Modell des geplanten Neubaus gab es am Infostand der Schule zu sehen.

Die Heinrich-Heine-Gesamtschule legt Schwerpunkte der Förderung in den Bereichen Sport und Kultur. Bei allen Unterschieden ging es auch darum, Gemeinsamkeiten herauszustellen. Bis auf die 4. Gesamtschule, die derzeit bis zur Jahrgangsstufe 7 unterrichtet, bieten alle Schulen eine gymnasiale Oberstufe an. Wie dort gearbeitet wird, berichteten Schüler aus den aktuellen Abiturjahrgängen und Absolventen.

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