Schule Franzstraße öffnet für die Kleinsten

Von: Thorsten Karbach
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Soll Ausweichquartier für Kit
Soll Ausweichquartier für Kitas werden: die Schule Franzstraße. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Eine neue Tür für kleine Kinder soll - zumindest aus Ausweichstandort - an der Franzstraße geöffnet werden. Denn wenn im Zuge des groß angelegten Neu-, Um- und Ausbaus von Kindertagesstätten Einrichtungen vorübergehend zwecks Sanierung oder eben auch Abriss und Neubau wie am Nerscheider Weg oder an der Passstraße geschlossen werden müssen, braucht es Ersatzraum.

Und den sehen die Politiker aller Fraktionen im Kinder- und Jugendausschuss in der Klaus-Hemmerle-Schule an der Franzstraße. Die Hauptschule wird auslaufend geschlossen, nimmt also keine fünften Schuljahre mehr auf. So werden Räume frei, die nun für Kitagruppen genutzt werden sollen. Ein dauerhafter Einzug der Kinder in die Innenstadtimmobilie steht aber nicht zur Debatte. An der Franzstraße soll dauerhaft Platz für eine attraktive Neunutzung geschaffen werden.

Es gab viel Lob im Ausschuss für die rasante Arbeit der Verwaltung, die binnen vier Wochen ein umfangreiches Konzept formuliert hatte, wie sich in Aachen bis zum Rechtsanspruch der Kinder unter drei Jahren auf einen Kitaplatz die nötigen Kapazitäten schaffen lassen. 371 Plätze würden am 1. August 2013 den geforderten 35 Prozent entsprechen. 347 Plätze verspricht die städtische Planung. Die verbliebenen sollen bei einem Gespräch mit den freien Trägern am 5. Dezember gefunden werden. Schon jetzt werden rund 14 Millionen Euro investiert.

„Zum Nulltarif ist das alles eben nicht zu haben”, erklärte Ausschussvorsitzende Ruth Wilms (CDU). In der Sache gibt es keinen Zweifel an der Vorgehensweise, Kritik von Seiten der Opposition kam trotzdem - am Zeitpunkt. „Wir sind zu spät. Ich bin hoch erfreut, dass der Startschuss zum Ausbau nun fällt, aber wir werden unser Ziel nicht erreichen. Wir haben in den letzten Jahren unsere Hausaufgaben nicht erfüllt”, sagte Martin Künzer (SPD). Der Sozialdemokrat hat immer wieder betont, es müssten 150 statt 100 U3-Plätze jährlich geschaffen werden. Wurden aber nicht.

Und Hilde Scheidt (Grüne) erklärte verärgert auch, warum: „Es gab nie einen Antrag und keine Antwort auf die Frage, wie man 150 Plätze finanzieren kann.” Statt zurück blickte Scheidt dann voraus: Weitere, neue Kitaskönnen nämlich im Zuge größerer Bauprojekte am alten Tivoli, an der Stolberger Straße, an der Beverstraße und auf dem Campus entstehen. Dort würden sich dann dauerhaft neue Türen öffnen.
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