Nütheim-Schleckheim - Schützenbruderschaft feiert 175. Geburtstag

Schützenbruderschaft feiert 175. Geburtstag

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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Stolze Schützen: Bei der Dreifaltigkeits Schützenbruderschaft Nütheim-Schleckheim kann man sich auf eine 175-jährige Tradition berufen. Foto: Martin Ratajczak

Nütheim-Schleckheim. Sie ist nicht nur eine der mitgliederstärksten Bruderschaften des Aachener Südraums, sie kann auch auf ein stolzes Alter verweisen: Jetzt feierte die Dreifaltigkeits-Schützenbruderschaft Nütheim-Schleckheim ihren 175. Geburtstag im Rahmen des Bezirksschützenfestes des Grenzland-Schützenbundes Aachen-Land Süd.

1840 waren es in Nütheim Josef Stärk und in Schleckheim Johann Hanbüchel, die die Bruderschaft gründeten. Stärk wurde erster Brudermeister. Kurios, denn im Jubiläumsjahr ist auch ein Stärk in vorderster Front dabei: Norbert Stärk bekleidet der den Posten.

In den 175 Jahren des Bestehens erlebte das Geburtstagskind Höhen und Tiefen, aber es entwickelte sich aus kleinen Anfängen zu einem großen, stolzen Verein, der die Wahrung der Tradition gleichstellt mit der Pflege des Schießsports. Der Erfolg der Dreifaltigkeitsschützen ist gegründet auf eine gute Zusammenarbeit mit allen anderen Ortsvereinen und Gruppen der Ortsgemeinschaft.

Das wurde auch beim großen Festabend im Festzelt deutlich, zu dem Stärk, Organisator, Regisseur und Moderator, eine Vielzahl illustrer Gäste begrüßen konnte, nicht zu vergessen eine riesengroße Schützenfamilie aus nah und fern. Ganz herzlich hieß Stärk eine Abordnung aus der Partnerstadt Montebourg willkommen. Gut aufgelegt war die Big Band Nütheim-Schleckheim, die den Schützen kräftig den Marsch blies und musikalisch bestens unterhielt. Dann folgten Reden und Auszeichnungen. Den Anfang machte Bezirksbürgermeister und Schirmherr Jakob van Thenen. Er ging in die Gründerjahre zurück, erwähnte schwere Zeiten, machte dann aber mit einem Ausblick weiter. „Ich bin sicher, dass die nächste Jubiläumsfeier der Schützen aus Nütheim-Schleckheim eine weitere wesentliche Weiterentwicklung aufweisen wird, in 25 Jahren dann eine große Schützenfrauen und -männerfamilie ist.“

Bezirksbundesmeister Manfred Tings machte deutlich, dass die Weitergabe bestimmter Verhaltensweisen und Ideen eine wesentliche Aufgabe der Schützenbruderschaften sei. Tings riet, auch Fremde in den Kreis aufnehmen und zu integrieren. „Wir müssen den Spagat vollbringen zwischen christlich orientiertem Bruderschaftsbild und gesellschaftlicher Realität“, schloss Tings.

Peter Esser, ein verdienter Mann der Jubiläumsschützen, bekam von Tings das Sebastianus-Ehren-Kreuz, eine hohe Auszeichnung des Bundes der Historischen Schützen Deutschlands, verliehen. Mit dem Schulterband zum Sebastianus-Ehrenkreuz wurde Herbert Frings von Diözesanbundesmeister Wolfgang Genenger ausgezeichnet. SPD-Landtagsabgeordneter Karl Schultheis würdigte das besondere Engagement der Schützenverein in NRW, die als Kulturerbe anerkannt worden seien. Die Arbeit der Bruderschaften und der Weitblick seien ein wesentlicher Bestandteil. „Den Zusammenhalt müssen wir stärken“, so Schultheis, der anschließend die Ehrenplakette mit Urkunde des Landes NRW dem Jubelverein verlieh. Natürlich ließ es sich Propst Dr. Ewald Vienken als Präses der Bruderschaft nicht nehmen, dankende Worte und seine Anerkennung auszusprechen. Nach dem Königswalzer war die Gratulationscour eröffnet, der gemütliche Teil hatte grünes Licht.

Nach so viel Offiziellem kam dann doch noch für Jupp Ebert die große Stunde, begleitet von der Bigband schmetterte er die schönsten Melodien von Joe Cocker in das Zelt, da gab es reichlich Beifall von allen Seiten.

Am Sonntag traf man sich nachmittags zur Parade der über 16 Gastvereine, Siegerehrung und Bürgerkönigsschießen. Im Mittelpunkt der Schützentage standen die eigenen Würdenträger, König Manfred Metellus mit Königin Aggi, Jungprinz Tobias Baumann, Schülerprinz Matthis Völz-Scherer sowie Kinderprinz Jan Förster.

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