Schüler zu Gast in Unternehmen

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Aachen. Unter dem Motto „Erlebnis Maschinenbau: Technik, die fasziniert” haben auch in diesem Jahr über 120 Firmen aus ganz Nordrhein-Westfalen am 4. und 5. Juni interessierte Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden Schulen eingeladen, den betrieblichen Alltag im Maschinenbau kennen zu lernen.

Aufgrund des demographischen Wandels werden in den nächsten Jahren Fachkräfte in der Maschinenbaubranche gesucht werden. Diese Branche wird daher, der aktuellen Krise zum Trotz, einen wachsenden Bedarf verzeichnen. Berufe wie Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker oder Konstruktionsmechaniker sind vielen Jugendlichen nicht bekannt und werden mit dieser Aktion attraktiv präsentiert.

Mit viel Engagement und Phantasie haben sich die Unternehmen einiges einfallen lassen, um den jugendlichen Besuchern die technischen Berufe verständlich und anschaulich präsentieren zu können. Schülerinnen und Schüler erfuhren so, wie spannend, interessant und zukunftsweisend die Berufe im Maschinenbau sind, konnten den Praktikern vor Ort über die Schulter schauen und im Gespräch mit Beschäftigten, Ausbildern, Lehrlingen und Führungskräften erste Kontakte knüpfen, die ihnen helfen werden, wenn sie sich für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz bewerben wollen.

Welche Qualifikationen man mitbringen muss, wenn man in der Maschinenbaubranche eine Ausbildung machen möchte, erfuhren Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Aretzstrasse und der Maria Montessori Gesamtschule auch in zwei Aachener Unternehmen.

Organisiert durch Mitarbeiter des bei der Stadt Aachen angesiedelten Projekts „Apropos” und die örtliche IHK fand bei der 3win Maschinenbau und bei Schumag AG der etwas andere Schultag statt. Mit einem ausführlichen Vortrag der Geschäftsführerin Dagmar Wirtz begann der Tag für die Schüler bei 3win. Die Organisation eines Unternehmens war ebenso Thema wie die Rechte und Pflichten eines Ausbildungsbetriebes und die Grundlagen der Ausbildungsberufe Zerspaner und Industriemechaniker.

Großen Wert legte Wirtz auf eine gute Arbeitsatmosphäre. Nach dem theoretischen Teil übernahm Ausbildungsleiter Georg Buss den praktischen Part. Der kurzen Einführung in die Werkstoffkunde folgte die handfeste Arbeit am Schraubstock und der Gang durch die Montagehalle. Die Schüler zeigten auch hieran großes Interesse.

In den Gesprächen mit den Schülern betonte Georg Buss immer wieder, wie wichtig gerade auch die sozialen Kompetenzen sind. Höfliche Umgangsformen und ein „ordentliches” Erscheinungsbild seien bei einem Vorstellungsgespräch schon die halbe Miete, komme dann noch eine offene, lernbereite Haltung dazu, stehe einer Einstellung fast nichts mehr im Weg. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.

Auch in der Schumag AG fand an diesem Tag die Präsentation der Maschinenbauberufe statt. Mit 10 Schülern reiste die Montessori Gesamtschule zum Nerscheider Weg, wo sie von Ausbildungsleiter Peter Bünten, in Empfang genommen wurden. Auch hier konnten viele Fragen zu den diversen Ausbildungsberufen der Branche geklärt werden. Bünten lobte die interessierte Gruppe und bewertete die Aktion als Erfolge für beide Seiten. „Für uns als Unternehmen ist es von großer Bedeutung, dass die Auszubildenden wissen, was auf sie zukommt.”

„Apropos” ist eine Kooperation zwischen dem Fachbereich Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen und dem Verein für Europäische Sozialarbeit, Bildung und Erziehung e.V. und wird im Rahmen der JOBSTARTER-Initiative aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Europäischen Union/Europäischer Sozialfonds gefördert.

„Apropos” hat sich zum Ziel gesetzt, dem verschärften Mangel an Fachkräften und der sinkenden Ausbildungsbereitschaft der Betriebe entgegenzuwirken sowie für Auszubildende den Übergang von der Schule in das Berufsleben zu erleichtern.
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