Schüler-Union: Daniel Morkisch folgt Phillip Eischet

Von: Mischa Wyboris
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Aachen. Nach anderthalb Jahren reicht´s Phillip Eischet. „Politik war immer mein Hobby”, sagt der bisherige Kreisvorsitzende der Aachener Schüler-Union (SU). Was allerdings nicht heißt, dass Eischet der Politik nun den Rücken kehrt.

Der 17 Jahre alte Pius-Gymnasiast übernimmt künftig die Pflichten des NRW-Landesvorsitzenden der SU, der ebenfalls 17-jährige Daniel Morkisch vom Kaiser-Karls-Gymnasium rückt für ihn als neuer Kreisvorsitzender nach.

„Düsseldorf ist ein ganz anderes Kaliber”, bahnt sich Eischet nicht unbedingt einen Weg in die Herzen der Lokalpatrioten. Was allerdings nicht heißt, dass er seine bisherige Arbeit in Aachen nicht zu schätzen weiß: Der „Spielplatz-Check” und das jüngst ins Leben gerufene Projekt „Wo drückt Aachener Schülern der Schuh?” habe er mit genauso großem Spaß wie Einsatz verfolgt. „40 E-Mails zu sozialen Problemen, mangelhaftem Lehrmaterial und sanitären Anlagen in den ersten beiden Wochen waren eine deutliche Resonanz”, sagt Eischet, der in seinen 18 Monaten als Kreisvorsitzender vor allem eines gelernt habe: „Es gibt bei uns keine Politikverdrossenheit, sondern eine Parteiverdrossenheit.”

Daniel Morkisch möchte mit einer Newsletter-Initiative künftig noch mehr Schüler für politisches Engagement gewinnen: „Viele haben das Gefühl, dass Politik trocken und spießig ist, aber wir machen Politik greifbar.” Er sehe es als Herausforderung, das Gespräch mit den Schülern zu suchen, „von denen nur wenige von sich aus auf die Politik zugehen”. Rund 100 Mitglieder zähle die „Schüler Union” auf städtischer Ebene.

Trotz des Blicks nach Düsseldorf: „Ich habe keine politischen Karriereabsichten”, sagt Eischet. „Schade” finde er, womit er beim Landtagswahlkampf rechne: die ideologisierte Debatte um die Schulformen. „Wenn man Schule konkret verbessern will, muss man von der Debatte weg zu den schulischen Inhalten”, sagt Phillip Eischet. Was nicht heißt, dass er gegen „G8” und „Zentral-Abitur” ist.
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