Schüler starten Jobbörse für den guten Zweck

Von: Kathrin Albrecht
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Sie stehen hinter der preisgekrönten Initiative „Jobaix“: Die Schüler des Pius-Gymnasiums Fabian Crott, Julian Beck Teran, Dominik Funken und Christopher Grunte (v.l.). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Probleme mit dem PC? Die Gartenarbeit macht Mühe? Keine Zeit für den Einkauf? Kein Problem: Abhilfe schafft „Jobaix“, eine Onlinebörse, bei der Menschen aus dem Raum Aachen, sogenannte Jobber, ihre Hilfe anbieten.

Was an sich schon wie eine gute Sache klingt, ist seit kurzem eine richtig gute, denn die Plattform unterstützt ein Spendenprojekt für Waisenkinder in Namibia. Hinter „Jobaix“ stecken die Schüler Julian Beck Teran (18), Fabian Crott (17), Dominik Funken (18) und Christopher Runte (18). Sie besuchen die Q 2 (12. Jahrgangsstufe) des Bischöflichen Pius-Gymnasiums in Aachen. Die Online-Börse für Hilfsjobs haben sie für den Deutschen Gründerpreis konzipiert und damit im lokalen Wettbewerb in Aachen sogar den ersten Platz geholt.

Die Idee ließ die vier nicht mehr los. Ein Jahr lang tüftelten sie an den Details, bis „Jobaix“ im Oktober 2013 an den Start ging. 100 Jobber, die ihre Hilfe anbieten, und 40 Jobanfragen und knapp 900 „Gefällt mir“-Angaben im sozialen Netzwerk Facebook haben sie seitdem gesammelt. Im Dezember vergangenen Jahres trat dann Lehrer Ralf Hillemacher an die vier jungen Männer heran mit der Frage, ob sich eine Spendenaktion mit ihrem Projekt verbinden ließe.

Die Abiturienten Lena Palm und David Schneider verbringen zurzeit ein freiwilliges soziales Jahr in Windhoek und leisten ihren Dienst im Kinderheim „Baby Haven“. Sie hatten sich mit einem Spendenaufruf an ihre ehemalige Schule gewandt. „Zehn bis zwölf Kinder werden dort zurzeit betreut. Ihre Eltern sind entweder gestorben oder haben sie einfach ausgesetzt“, erzählt Christopher Runte. Neben Materiellem fehlt es den Kindern vor allem an Liebe und Zuwendung. Mit den Spenden sollen Geschenke gekauft und Ausflüge finanziert werden.

Den jungen Männern gefiel die Idee sofort. „Uns gefiel, dass diesmal nicht nur Geld von den Eltern weitergereicht wird, sondern die Jobber selbst aktiv werden können. Und auch diejenigen, die den Job vergeben, haben das Gefühl, eine gute Sache zu unterstützen“, sagt Julian Beck Teran. Eine „win-win-win-Situation“ nennt Christopher Runte das.

Welche Jobber ihre Dienste für das Spendenprojekt anbieten, ist erkennbar an dem Zusatz „Namibia“ neben ihren Profilen. Die Hälfte ihres Lohns spenden sie für das Projekt. Um sicherzugehen, dass das klappt, haben die vier Schüler hier vor allem Kollegen aus ihrer Jahrgangsstufe und der Stufe Q 1 gefragt. Noch bis Mitte Februar soll das Spendenprojekt laufen. „Die Aktion ist zeitlich begrenzt, da auch das soziale Jahr für die beiden Abiturienten bald vorbei ist. Und das Geld sollte sie erreichen, solange sie noch vor Ort sind“, sagt Fabian Crott.

Mit der Online-Jobbörse soll es dagegen noch einige Zeit weitergehen. „Viele haben sich bei uns bedankt. Nicht nur, weil sie ihre Arbeit abgeben können, gerade ältere Menschen kommen auf diese Weise in Kontakt mit jungen Leuten, was sonst so nicht der Fall ist“, erzählt Dominik Funken. Durch die Arbeit an der Seite haben sich alle auch selbst ein bisschen weiterentickelt, sind sich alle sicher.

Erreichbar ist die Nebenjob-Börse unter www.jobaix.de oder telefonisch unter 01575/6152142 (Mo, Di, Do, Fr von 16 bis 18 Uhr). Am 6. Februar stellen die vier Jobaix und das Spendenprojekt im Rahmen einer Schulveranstaltung in der Kapelle des Bischöflichen Pius-Gymnasiums vor. Beginn ist um 18 Uhr.

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