Schüler geben spannende Antworten über sich selbst

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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Identitätssuche mit viel Farbe und reichlich Fantasie: Die angehenden Abiturienten gestalteten eine eigene Ausstellung in der Glashalle in der Annastraße. Zurzeit sind ihre Werke im CMS Pflegewohnstift in Laurensberg zu sehen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Wie bin ich wirklich? Was ist meine individuelle Essenz, was sind meine Talente? Fragen, die sich wohl manche Jugendliche stellen, haben Schülerinnen und Schüler des Kooperations-Leistungskurses Kunst der Heinrich-Heine-Gesamtschule und des Anne-Frank-Gymnasiums in Bilder umgesetzt.

Unter dem Titel „A side of yours“ präsentierten sie jetzt ihre Werke in einer Ausstellung in der Glashalle in der Annastraße.

Teuflisch und engelsgleich

Corinne Ngoatchou wurde bei ihrem Bild von ihren afrikanischen Wurzeln – ihre Mutter kommt aus Kamerun – und ihrer Leidenschaft zu Tanz und Musik inspiriert. Braune, grüne, gelbe Farbflüsse laufen über die großformatige Tapete. Davor hängt ein Foto als Selbstporträt: Corinne trägt einen Rock in Gelb und Grün mit traditionell afrikanischen Mustern, mit dem sie auf ihrem Bild hockt. Um ihren Hals hängt ein Kopfhörer. Sie schaut fröhlich in Richtung Objektiv, das von oben auf sie gerichtet ist.

Franziska Bongartz sieht sich als jemand mit einer teuflischen und einer engelsgleichen Seite. So hat sie gleich zwei konträre Hintergründe und Fotos für „A side of yours“ erstellt. Maria Papanikolaou will sich gar nicht recht ins Gesicht gucken lassen. Sie hat sich von hinten vor ihrem Hintergrund fotografieren lassen: Eine rot glühende Mitte wird von einem harten Schwarz umrahmt. Nach außen eher kalt und stur, im Inneren aber sehr nachdenklich und besorgt. So sieht sich die Schülerin selbst.

Das sind nur drei Beispiele für die 18 Schüler-Werke, die alle Fotografie und Malerei zu einem Selbstporträt verbinden. Mit beiden Stilrichtungen haben sich die angehenden Abiturienten in den vergangenen Wochen beschäftigt. Künstler wie der Maler Rembrandt van Rijn und der Fotograf Andreas Gursky wurden von ihnen studiert und analysiert. Schließlich ging es an das eigene Gemälde. Eine der größten Herausforderungen war für die jungen Frauen und Männer dabei zum einen das große Format sowie die abstrakte Maltechnik, bei der nur mit Form und Farbe ihre Persönlichkeit sichtbar werden sollte. „Das war schon ein längerer Prozess“, erinnerte sich Corinne Ngoatchou.

Manche Klippe umschifft

Um die Bilder schließlich auch präsentieren zu können, mussten die jungen Leute zudem Organisationstalent an den Tag legen. „Normalerweise können wir immer im Zuge der Lernpartnertage im Ludwig-Forum ausstellen. Die sind aber dieses Schuljahr ausgefallen“, erzählte Ulrike Becker, Lehrerin und Kulturbeauftragte der HHG. „Ausstellen wollten wir aber dennoch.“ Über die Kulturagentin der Schule entstand der Kontakt in die Annastraße. Die Glashalle herrichten, Bilder aufhängen, die Öffentlichkeit informieren und einladen – das lag aber alles in den Schülerhänden.

Wer „A side of yours“ verpasst hat, bekommt noch einmal Gelegenheit, die Selbstporträts des Leistungskurses Kunst zu sehen: Im Februar hängen die Bilder im CMS Pflegewohnstift in Laurensberg.

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