Schüler fühlen OB-Kandidaten auf den Zahn

Von: Julia Gröbbels
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Den Politikern auf den Zahn gefühlt: Im Inda-Gymnasium diskutierten 250 Schülerinnen und Schüler mit den Aachener OB-Kandidaten. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ob Clubsterben oder die Legalisierung von Cannabis: Mit Themen wie diesen hofften die sechs OB-Kandidaten bei einer Diskussionsrunde mit Schülerinnen und Schülern des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster punkten zu können.

Rund 250 politisch interessierte Jugendliche waren in der Aula der Schule zusammengekommen, um die Kommunalpolitiker kurz vor der Wahl nach ihren Standpunkten zu befragen.

Dabei standen die Themen Bildung, Jugend und Umwelt ganz oben auf dem Fragenkatalog der Schüler. Herrschte bei den Parteien zunächst noch Konsens darüber, dass Aachen trotz des allseits problematisierten Clubsterbens eine „lebendige Stadt“ mit viel Raum für die freie Kultur bleiben sollte, bargen Themen wie die Quote des öffentlich geförderten Wohnraums sowie die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis weit mehr Konfliktpotenzial. Auch der Einsatz weiterer Busse zur Eindämmung des Individualverkehrs wurde kontrovers diskutiert.

Dabei stellten sich die Oberstufenschüler keineswegs als leicht zu überzeugende Diskussionspartner heraus. Mutig, kritisch und politisch sehr gut informiert konfrontierten sie die Kandidaten mit Fragen, die diese so womöglich nicht erwartet hatten. So stellten die jungen Erstwähler in der offenen Fragerunde, die sich an die themenbezogene Diskussion anschloss, auch Fragen nach dem künftigen Umgang der Stadt mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Auch eine Ja/Nein-Frage zum Thema „Sollte die Bundeswehr auch in Schulen gehen dürfen?“ wurde den Politikern gestellt und bot den Schülern ein aufschlussreiches Ergebnis. CDU und FDP waren die einzigen Parteien, die diese Frage mit „Ja“ beantworteten. So bot die von Bezirksschülersprecherin Marie Wuropulos sowie Laurin Melms bravourös moderierte und gemeinsam mit Lehrer Christopher Rein organisierte Veranstaltung den künftigen Erstwählern die seltene Gelegenheit dazu, sich hautnah und „face-to-face“ über die Programme der Kommunalpolitiker zu informieren.

Dabei war die Veranstaltung so zunächst gar nicht geplant. „Die Diskussionsrunde mit den OB-Kandidaten ist aus der Not heraus geboren, da die politische Info-Veranstaltung ‚Das geht!’ der Städteregion in diesem Jahr leider nicht in Aachen stattfindet“, so Wuropulos. Folglich habe man sich kurzerhand dazu entschieden die OB-Kandidaten einzuladen, die ohne zu zögern geschlossen erschienen waren.

„Dennoch würden wir uns wünschen, dass die Veranstaltung ‚Das geht!‘ demnächst auch wieder in Aachen stattfindet, da die Nachfrage der Schüler nach politischer Information groß ist. Es sollte insbesondere auch im Interesse von Städteregion und Stadt Aachen liegen, diesem breiten Interesse der ‚Wähler von morgen‘ nachzukommen“, hieß es seitens der Organisatoren.

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