Schüler erleben, wie es im Beruf wirklich zugeht

Von: Svenja Pesch
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Neue Kooperation zwischen Heinrich-Heine-Gesamtschule und CMS Pflegewohnstift Laurensberg: Zur Begrüßung brachten die Schüler den Senioren ein Ständchen dar. Foto: Andreas Steindl

Laurensberg. Legt man viele Mosaiksteine zusammen, erhält man nach und nach ein buntes Puzzle mit verschiedenen Mustern. Und dass diese Muster – bildlich gesprochen – Träger eines funktionierenden Netzwerkes sind, betont Dr. Heinrich Parting, Schulleiter der Heinrich-Heine-Gesamtschule.

Denn einige seiner Schüler haben ab sofort die Möglichkeit, im Pflegewohnstift Laurensberg in die Welt der Pflege- und Hauswirtschaft reinzuschnuppern. Damit geht die Schule einen neuen Kooperationsvertrag ein, der im Rahmen der KURS-Initiative in Kraft gesetzt wurde.

KURS steht für „Kooperation Unternehmen der Region und Schulen“ und wird von der IHK Aachen, den IHK Bonn/Rhein-Sieg und Köln sowie der Handwerkskammer Köln der Bezirksregierung gefördert. Ziel ist es, Schülern die Wirtschafts- und Arbeitswelt näher zu bringen und sie somit auf das Berufsleben vorzubereiten. Für die Gesamtschule ist es neben einer Partnerschaft mit der Stawag und der Bäckerei Moss bereits die dritte.

Stephanie Rosenthal, Geschäftsleitung der CMS Dienstleistungen GmbH hofft, dass die Schüler und die Bewohner gleichermaßen von der Situation profitieren: „Für uns ist das Ganze eine Bereicherung, denn mit den jungen Menschen, die uns besuchen kommen, wird das Haus symbolisch geöffnet. Sowohl unsere Bewohner, als auch die Schüler werden voneinander lernen und gleichzeitig erfahren sie etwas über die verschiedenen Berufsfelder, die sie hier erlernen können.“

Durch Praktika und in den Unterricht integrierte Informationen rund um den Pflegewohnstift und die damit verbundenen Tätigkeiten hoffen die Organisatoren, dem Nachwuchsmangel in der Altenpflege vorbeugen zu können. Heinz Gehlen von der IHK betont einen weiteren Punkt. Die Arbeitswirklichkeit werde in vielen Schulen gar nicht mehr thematisiert und einige Lehrer seien der Auffassung, dass sie ihre Schützlinge auf die Universität vorbereiten, nicht aber auf praktische Ausbildungsberufe, was fahrlässig und wenig durchdacht sei, so Gehlen.

Georg Schoelen vom KURS-Basisbüro ist sicher, dass auch diese Kooperation Früchte tragen wird und das Netzwerk dadurch um einen weiteren Puzzlestein erweitert werde.

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