Schräges aus Schrott mit Strandfeeling

Von: Esra Güner
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Aachen. Ein kaputter Mixer, eine abgenutzte Barbie-Puppe und ein ausgedienter Reifen – wer bei diesen Gegenständen direkt an Schrott denkt, wird ab Montag, 25. Juli, eines Besseren belehrt.

Denn dann werden diese und viele weitere Materialen zentrale Bauteile einer Riesenmaschine, die auf dem Katschhof aufgebaut wird.

Zwei Wochen lang errichtet die Bleiberger Fabrik mit Jugendlichen ein monumentales kybernetisches Objekt zwischen Dom und Rathaus. Das Projekt „Archimedische Werkstatt“ ist Teil der Initiative „Future Lab Aachen 2016“ und findet im Rahmen der Ferienspiele der Stadt Aachen statt.

Bis zu 30 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren haben die Möglichkeit, gemeinsam kreativ zu werden und aus alten Wertstoffen Neues zu schaffen. Als Baustelle dient eine 320 Quadratmeter große Sandfläche, die vom Aachener Stadtbetrieb gebaut und gefüllt wird. Unterstützt werden die Jugendlichen von einem multiprofessionellen Team aus Pädagogen, Künstlern und Tüftlern.

Bertold Westhoff übernimmt die künstlerische Leitung des Projekts und hat sich im Vorfeld von den absurden kybernetischen Schrottmaschinen des Schweizer Künstlers Jean Tinguely (1925–1991) inspirieren lassen. Genau wie bei Tinguely soll auch auf dem Katschhof am Ende alles an der Maschine laufen, sich drehen und bewegen.

Westhoff ist wichtig, dass die Kinder dazu selbst aktiv werden, also „schrauben, kleben, sägen, malen, montieren, gestalten und experimentieren“. Dabei sollen nicht nur technik- und physikbegeisterte Kinder von der Tüftler und Erfinderwerkstatt profitieren. „Daneben gibt es auch ausreichend Spiel- und Entspannungsmöglichkeiten für die ganze Familie“, stellt Sibylle Keupen von der Bleiberger Fabrik heraus und fügt zwinkernd hinzu: „Sand und Liegestühle sorgen dann sogar für ein bisschen Strandfeeling“.

Das Ergebnis wird am 6. August um 14 Uhr auf dem Katschhof präsentiert. „Zum Aussehen der Maschine können die Aachener Bürger aber jetzt schon ihren ganz persönlichen Beitrag leisten“, freut sich Björn Gürtler vom städtischen Presseamt. Ob Elektrik, kleine Motoren, Handwerkszeug, Spielzeuge oder bunte Mode-Accessoires – Bürger sind eingeladen, Fundstücke aus Garagen, Kellern oder Speichern wochentags zwischen 10 und 16 Uhr zum Container vor der Bleiberger Fabrik zu bringen. Sponsoren wie die Recyclingbörse Herzogenrath, die VELO-Räder, die bewegen GmbH und die Weha Haushaltsauflösung haben mit ihren Materialspenden bereits den Anfang gemacht.

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