Aachen - Schornsteinfeger radeln für krebskranke Kinder

Schornsteinfeger radeln für krebskranke Kinder

Von: Esra Güner
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Feierlicher Empfang am Aachener Markt: Bei der „Glückstour“ radeln Schornsteinfeger für krebskranke Kinder. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Und wieder einmal werden sie ihrem traditionellen Status als Glücksbringer gerecht: 36 Schornsteinfeger aus ganz Deutschland sind seit dem 20. Juni auf „Glückstour“. Sie radeln eine Woche lang durch Deutschland für krebskranke Kinder. Anders aber als bei anderen Radtouren ist der Weg das Ziel. Gemeinsam übergeben die Radfahrer Spenden an Hilfseinrichtungen, die sich auf der 1000 km langen Route befinden.

Dieses Jahr führt der Weg zum ersten Mal auch an Aachen vorbei. Mit Applaus wurden die „Glücksfahrer“ auf dem Markt empfangen. Im Gepäck drei Schecks, die bei einem feierlichen Empfang des Oberbürgermeisters ihre Besitzer fanden.

Die Spenden dürfen sich sehen lassen. „Insgesamt wurde eine Rekordhöhe von 125.000 Euro erreicht“, verkündet Hans Hansen stolz. Der Aachener Schornsteinfeger und stellvertretender Obermeister der Schornsteinfeger-Innung hat die Tour mitorganisiert und freut sich über die große Resonanz und die rege Beteiligung. Schließlich habe die jährliche „Glückstour“ Tradition: 2005 durch den Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“ ins Leben gerufen, findet sie bereits zum achten Mal statt.

Dieses Jahr dürfen sich insgesamt 25 Institutionen über die Finanzspritze freuen. In Aachen sind das die Kinderkrebsstation im Klinikum, der Förderkreis „Hilfe für krebskranke Kinder“ und der Verein Hazienda Arche Noah Sie alle wurden mit einer Spende von 5000 Euro bedacht. Norbert Wagner, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, freut sich über das viele Geld, dass er unter anderem für familiengerechtere Einrichtung und medizinische Geräte ausgeben will.

Für Hans Hansen und seine Kollegen ganz wichtige Maßnahmen, damit Gesundwerden keine Glückssache wird. Die Gründe für ihr Engagement: „Ganz einfach“, sagt Hansen und schlussfolgert: „Uns geht es gut, also wollen wir das auch weitergeben“. Etwas zurückgeben will auch der Aachener Cedric Nagel. Der 21-jährige ist der jüngste Teilnehmer der Radtour und hat dem Verein einiges zu verdanken. Nach einer schweren Erkrankung hat er von ihm die nötige Unterstützung erhalten, um die Krankheit zu überwinden. Mit seiner Teilnahme will diesmal er das Glück verteilen. Anscheinend auch nicht nur für die Zeit der Tour. Denn bald schon fängt er seine Ausbildung als Schornsteinfeger an.

Für die „Glücksfahrer“ geht es jetzt erst einmal von Aachen weiter nach Sankt Augustin. Gestartet sind sie in Verl, am 26. Juni wollen sie Würzburg erreichen. Laut Trikot ist das Ende der Strecke aber ein anderes. Darauf steht nämlich geschrieben: „Das Herz ist das Ziel!“

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