Aachen - Schon ein eigener Stift macht diese Schulkinder glücklich

Schon ein eigener Stift macht diese Schulkinder glücklich

Von: Lilian Killmeyer
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Ausgezeichnet: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums erhielten für ihr Engagement ein Urkunde. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Doch obwohl noch nie so viele Kinder wie heute zur Schule gingen, sind es noch immer rund 100 Millionen Kinder und Jugendliche, die keinen Zugang zu Unterricht haben. Umso wichtiger wird dies, wenn das Leben der Kinder durch Katastrophen auf den Kopf gestellt wird.

Aus diesem Grund hat Unicef das Projekt „Schule in der Kiste“ ins Leben gerufen, welches improvisierten Unterricht für 40 Kinder pro Paket ermöglicht – selbst wenn der Unterricht in einem Zelt oder auch im Freien stattfinden muss.

Um ihrem 2016 erlangten Siegel „Schule aktiv für Unicef“ gerecht zu werden und die Bildung der Kinder zu unterstützen, hat das Anne-Frank-Gymnasium in Aachen nun insgesamt 2000 Euro für das Bildungsprojekt gespendet. Das Geld konnte durch zwei Schulprojekte gesammelt werden: Zum einen durch die Aufführungen von „Die kahle Sängerin und andere Peinlichkeiten“ des Lehrertheaters, zum anderen durch die von Schülerinnen und Schülern der Theater-AG und der kreativen Schreib-AG erarbeiteten Theaterlesung „Zwischen den Welten“.

Diese Lesung basierte auf persönlichen Geschichten von Schülerinnen und Schülern mit Fluchterfahrung und wurde dann unter der Leitung der Lehrerin Ruth Rebière von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund auf die Bühne gebracht.

„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und bin begeistert vom Engagement der Schüler und Lehrer“, freute sich Schulleiter Wolfgang Gurzan, als Unicef-Sprecherin Christiane Raumanns allen Beteiligten feierlich zwei Urkunden überreichte: „Es ist toll, dass wir Kindern und Jugendlichen helfen können, dass auch sie Bildung erreicht und sie eine wichtige Grundlage für ihr weiteres Leben erhalten.“

Das mobile Klassenzimmer enthält von Schiefertafeln, Schulheften und Stiften bis hin zu einem Radio mit Kurbelbetrieb und einer aufblasbaren Weltkugel alles, um die Grundtechniken Lesen, Rechnen und Schreiben zu erlernen. Durch die Spende konnten insgesamt elf Kisten gestiftet werden, die rund 880 Schülerinnen und Schülern das Lernen ermöglicht. „Unicef ist es sehr wichtig, den Kindern in den Notschulen der Auffanglager mit dem Unterricht einen Hauch von geregeltem Alltag zu vermitteln“, betont Raumanns. „Sie sind so stolz, wenn sie einen eigenen Stift besitzen dürfen.“

Mit der Auszeichnung „Schule aktiv für Unicef“ geht die Verpflichtung einher, mindestens drei Mal pro Jahr eine Aktion für Unicef zu veranstalten. Und die Kontinuität dieser sozialen Projekte ist auch Gurzan besonders wichtig: „Ich hoffe, dass wir nicht nur ein Sprungfeuer entfacht haben, sondern dass es auch langfristig angelegt ist, den Kindern und Jugendlichen, die sich in einer nicht so tollen Situation befinden wie wir, helfen zu können.“

So stehen auch schon weitere Projekte wie der Verkauf von Weihnachtsgrußkarten, Rosen am Valentinstag und von den Schülerinnen und Schülern der 8. bis 11. Klasse eigens bemaltem Porzellan in den Startlöchern, dessen Erlös ebenfalls in Unicef-Projekte fließen.

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