Aachen - Schon ab dem ersten Schuljahr Chinesisch lernen

Schon ab dem ersten Schuljahr Chinesisch lernen

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Informierten über die private Grundschule, die sich am Standort Barbarastraße ansiedeln will: Kerstin Brödnow (von links), Heike Laser und Ellen Staubesand von der Berliner „bip-gGmbH“. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Bip“-Grundschule – so soll eine neue private Schule heißen, die im kommenden Schuljahr ihre Tore in der ehemaligen Grundschule Barbarastraße in Rothe Erde öffnen will. „Bip“ steht für „Bildung und innovative Pädagogik“.

Jetzt informierten Ellen Staubesand, Heike Laser und Kerstin Brödnow von der gleichnamigen gGmbH im Auditorium des Centre Charlemagne potenzielle Eltern, die für ihre zukünftigen Erstklässler für das kommende Schuljahr eine alternative Schule suchen. Auch einige Schulpolitiker der Stadt waren gekommen.

Denn obwohl auch die „bip“-Grundschule dem normalen Lehrplan des Landes Nordrhein-Westfalens unterliegt, umfasst der Fächerkanon noch eine Reihe weiterer Fächer. „Das ist für ihre Kinder schon ein strammes Programm“, machte Laser, selbst Grundschullehrerin an einer staatlichen Schule in Berlin sowie Qualitätsbeauftragte der bip-gGmbH, keinen Hehl aus dem Leistungsanspruch der Schule.

Neben Mathe, Deutsch, Sachkunde, Englisch, Musik, Sport, Kunst und Religion stehen bei „bip“-Kindern zum Beispiel weitere acht so genannte Kreativitätsfächer wie darstellendes Spiel, strategisches Spiel/Schach sowie Entdecken, Erfinden, Erforschen im Stundenplan. Hinzu kommt im ersten Jahr entweder Chinesisch oder Arabisch – in Aachen wird es wohl Chinesisch werden – sowie ab dem zweiten Schuljahr Französisch.

In den Lehrplanfächern sowie in den zusätzlichen Fremdsprachen werden bereits ab der ersten Klasse Noten ins Zeugnis geschrieben. „Sie müssen entscheiden, ob unsere Schule die richtige für ihr Kind ist“, meinte Laser zu den rund 20 interessierten Eltern im Auditorium.

Bis 450 Euro Schulgeld pro Monat

Einen Begabungstest müssen die Kinder nicht machen, auch Inklusionskinder mit Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten können grundsätzlich an der „bip“-Gundschule beschult werden. Allerdings erwartet die Eltern ein Beitrag von 350 bis 450 Euro im Monat, von dem die zusätzlichen Fächer sowie eine Betreuung bis längstens 18 Uhr und während der Ferien finanziert werden.

Er wird nicht nach Einkommen gestaffelt. Allerdings können einkommensschwache Eltern ein Stipendium bei der Schule beantragen. „Dafür müssen Sie allerdings ihre Einkommenssituation komplett offen legen“, sagte geschäftsführende Gesellschafterin Kerstin Brödnow.

Starten wird die neue Schule mit einer Klasse, sobald sieben bis zehn Kinder angemeldet wurden. Das Ziel ist aber eine Zweizügigkeit mit Klassen von maximal 24 Kindern. „Unsere Erfahrungen aus Berlin zeigen, dass dies in drei bis vier Jahren erreicht wird“, erklärte Ellen Staubesand, die für das Standortmanagement zuständig ist. Die „bip-gGmbH“ startete vor zwölf Jahren in Berlin ebenfalls mit sieben Kindern in einer Schule, heute werden über 270 Kinder in zwei Schulen unterrichtet. Hinzu kommen drei Kindertagesstätten.

Ihr Engagement auf der anderen Seite der Republik erklärte Staube-sand vor allem mit dem „Aachener Modell zur frühen Förderung begabter und hochbegabter Kinder“ der Stadt Aachen. „Es gibt hier also schon ein Bewusstsein für Begabtenförderung. Allerdings sagen wir: Jedes Kind ist begabt.“

Dass die städtische Vorgängerschule am Standort in Rothe Erde gerade erst wegen fehlender Anmeldungen geschlossen wurde, schreckt die Macherinnen der „bip-gGmbH“ nicht: Zum einen sei das Gebäude in einem hervorragenden Zustand und biete genau die Freifläche und familiäre Geborgenheit, die die Schule zum Start brauche. Zum anderen „sind wir auch in Berlin in einem sozial schwachen Quartier gestartet“, so Staubesand. Mittlerweile kämen Kinder aus dem Wohnviertel genauso wie andere, sie aus anderen Stadtteilen gebracht würden.

In fünf vertiefenden Veranstaltungen informiert die „bip-gGmbH“ über das Schulkonzept: Am Samstag, 4. März, stellt sich ab 11 Uhr der Schulleiter im Auditorium des Centre Charlemagne vor, dabei werden auch die Kreativitätsfächer detailliert erläutert. Am Samstag, 25. März, geht es ab 11 Uhr in der Grundschule Barbara-straße um den Fremdsprachenunterricht.

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