„Schönheitswettbewerb“: Augenweiden auf vier Rädern

Von: Leon Kirschgens
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Nostalgischer Ausflug in die Altstadt: Zahlreiche Zaungäste ließen sich den Wettbewerb der Traditionskutschen rund um Markt und Katschhof am Samstag nicht entgehen. Foto: Andreas Steindl
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Nostalgischer Ausflug in die Altstadt: Zahlreiche Zaungäste ließen sich den Wettbewerb der Traditionskutschen rund um Markt und Katschhof am Samstag nicht entgehen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Baron Wolf von Buchholtz ist überzeugt: Kutschenfahren ist viel mehr als nur ein Hobby. Die Arbeit, die Mühe und die vielen Stunden, die die Kutschenfahrer in ihre Gefährte investieren, seien einmalig. Der Vizepräsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) war einer der Verantwortlichen beim Kutschen-Traditionswettbewerb am Samstag.

Insgesamt 17 Kutschen aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz traten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Die älteste Kutsche stammte sogar noch aus dem Jahr 1843.

An Stationen auf dem Marktplatz und dem Katschhof bewerteten Richter in erster Linie die Optik der Kutschen. Wie sind die Lampen angebracht? Passt die Kleidung der Kutschenbesatzung zur restlichen Erscheinung? Und ist das Geschirr richtig gespannt, so dass es dem Pferd nicht schadet? Vor allem Letzteres werde besonders begutachtet, da man vor allem daran erkennen könne, wie viel Kleinarbeit und Zeit der Kutschenfahrer investiert hat, sagt Wolf von Buchholtz. Das Kummet, also der Halsring, der die Last gleichmäßig auf Brustkorb, Schultern und Rücken verteilt, müsse für jedes Pferd einzeln angepasst werden. „Das lässt sich mit maßgeschneiderten Hemden vergleichen, das Gespann muss genau sitzen.“

Die Gestaltung der einzelnen Elemente sei dabei entscheidend. „Hauptsächlich geht es darum, dass alle Teile der Kutsche zur Epoche passen, aus der sie stammt“, sagte Jens Winkler, Mitorganisator des Traditionswettbewerbs. Auch auf Kleinigkeiten achteten die Richter: Ein Schirmständer etwa dürfe kein beliebiger sein, sondern müsse sich genau in das Bild der Kutsche einfügen.

Einen kleinen Schatten über den sonst reibungslos verlaufenen Traditionswettbewerb warf einzig der Sturz eines Pferdes, kurz bevor es von der Ritter-Chorus-Straße aus samt Kutsche auf den Katschhof traben sollte. Auf dem glatten Kopfsteinpflaster rutsche es in der Kurve aus und konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten. Es war nicht das einzige Pferd, das in der abfallenden Kurve zur Ritter-Chorus-Straße Probleme hatte. Immer wieder geriet dort das eine oder andere Pferd ins Straucheln.

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