Schönheit läuft Pferdestärken eindeutig den Rang ab

Von: Johannes Leitner
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Glänzender Beitrag: Vor dem SuperC am Templergraben sorgten auch alte Sportwagen – hier ein feuerroter Renault Alpine – für reichlich Aufsehen. Foto: Andreas Steindl
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Einstieg vorne: Auch diese zitronengelbe Isetta mit der berühmten Fronttüre ließ das Herz der Oldtimerfreunde höher schlagen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Oldtimer-Rallyes sind nur etwas für Senioren? Von wegen! Beim zweiten „Motor Day“ der RWTH Aachen zeigten nicht nur Professoren und Mitarbeiter der Universität, sondern auch viele Studenten ihr fahrerisches Können.

Neben Aachener Bürgerinnen und Bürgern haben sich darüber hinaus auch einige Fahrer aus Süddeutschland, den Niederlanden und Belgien angemeldet.

Junge Leute heranführen

„Es freut uns besonders, dass auch 20 studentische Teams sowie Alumni der RWTH dabei sind“, betonte Doris Klee, RWTH-Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs und Mitinitiatorin des Motor Day. Und so startete die stolze Summe von 94 Teams am Samstag um 11 Uhr vor dem Hauptgebäude der RWTH am Templergraben die Motoren.

„Wir möchten gerade junge Leute an den Motor- und Rallyesport heranführen“, erklärt Mitinitiator Hans Keller, ehemaliger Personalratsvorsitzender der RWTH und selbst aktiver Rallyefahrer. Die Studenten konnten sich deshalb mit einer ermäßigten Gebühr anmelden.

Insgesamt 120 Kilometer rund um Aachen führte die Rallyestrecke. Die Teilnehmer mussten sich dabei an den üblichen „Chinesenzeichen“ im Bordbuch orientieren. Die Fahrtzeit war dabei letztlich für den Sieg nicht ausschlaggebend. Vielmehr gab es verschiedene Karten- und Soll-Zeit-Aufgaben, die die Teams zu erfüllen hatten.

So mussten zum einen entlang der Strecke die sogenannten „stummen Wächter“, also Schilder, gefunden und ins Bordbuch eingetragen werden. Zum anderen war in Melaten ein Slalom-Parcours aufgestellt, den es in genau 70 Sekunden zu bewältigen galt. Auch eine „doppelte 10-Sekunden-Prüfung“, bei der es darum ging, eine Strecke zwischen zwei markierten Bereichen in genau zehn Sekunden zurückzulegen, gehörte zum Programm.

Die Autos waren insgesamt in vier Klassen aufgeteilt: In der ersten Klasse wurden die Autos bis Baujahr 1961, in der zweiten von 1962 bis 1970, in der dritten von 1971 bis 1980 und in der vierten schließlich die Youngtimer zusammengefasst.

Mittagspause inklusive

Nach jeweils zwei Stunden Fahrt im Nord- und Südbereich der Stadt sowie einer Mittagspause auf dem Katschhof fand nach der Zieleinfahrt am Templergraben um 18 Uhr die Siegerehrung in der Couvenhalle statt. Dabei wurden neben den Pokalen für die drei Erstplatzierten einer jeden Fahrzeugklasse und für den Gesamtsieger auch Ehrenpreise verliehen. Der Preis für das älteste Automobil ging in diesem Jahr an einen Citroën 8A von 1932. Jüngstes Modell war ein Mini Cooper von 1998.

Hans Keller war begeistert von der durchweg positiven Resonanz der Teilnehmer und Zuschauer. „Ich war überrascht, wie viele sich angemeldet haben. Wir freuen uns, wenn wir das Zusammengehörigkeitsgefühl der Aachener so bestärken können“, resümierte der passionierte Motorsportler nach der erfolgreichen Zieleinfahrt.

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