Schnupperkurs in Sachen Jobwahl

Von: Marie Eckert
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Pure Begeisterung: Wie dieser junge Mann entdeckten viele Teilnehmer bei der Ferienaktion den Reiz des Handwerks kennen. Foto: HWK/Brandt
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Gruß aus dem Wilden Westen: Im Saloon gabe es allerdings keinen Whiskey. . .

Aachen. Von der Schulbank direkt in den Wilden Westen: Die Handwerkskammer Aachen macht’s möglich. 18 Jungs und 10 Mädchen reisten als Cowboys und Indianer in längst vergangene Zeiten – und bastelten, feilten und malten, was das Zeug hielt.

Die Jüngsten bei den Ferienspielen waren 6, die Ältesten 15 Jahre alt. Eine Woche lang probierten sich die Nachwuchs-Handwerker in der Kreativwerkstatt, der Malerwerkstatt und der Metallwerkstatt. „Das ist eine schöne Möglichkeit, die Jugend auf spielerische Weise ans Handwerk heranzuführen“, erklärte Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in Aachen. Zum vierten Mal veranstaltete die Kammer die Ferienaktion für Kinder und Jugendliche schon.

Jeden Tag haben die Schülerinnen und Schüler ihren Arbeitsplatz gewechselt, so dass jeder und jede alle drei Werkstätten im Laufe der Woche ausprobiert hatte. Das Ziel: Eine eigene kleine Westernstadt aufbauen. Dafür haben die Jungs und Mädchen Kostüme und Traumfänger gebastelt, Bilder gezeichnet, Schwerter geschnitzt und Schmuck und Broschen gefeilt und geschmiedet.

Die Schülergruppe strotzte vor Kreativität – und das war sicht- und spürbar. Mit viel Liebe zum Detail haben sie alle gearbeitet und waren sichtlich stolz darauf. Die zwölfjährige Merle aus Aachen zum Beispiel hat anderthalb Tage lang in der Kreativwerkstatt an ihrem Indianer-Poncho gewerkelt. Mit blauen Federn und blauen Fransen hat sie ihn geschmückt – dabei hat sie jeden einzelnen Stofffaden mit einer Nadel durch den Saum und durch die Ärmel ihres Ponchos gezogen.

In der Malerwerkstatt standen Jungs und Mädchen bunt gemischt an hohen Tischen und pinselten, klebten, föhnten und skizzierten; einige fertige Werke standen schon an den Seiten und zeigten einen Cowboy, der gerade Siesta hält, ein Indianermädchen vor ihrem Dorf, Kakteenlandschaften und sogar „Western-Smileys“.

Reges Treiben auch auf dem Hinterhof der Handwerkskammer: Dort lag der Aufbau der Westernstadt in den letzten Zügen. „Wild West Town“ prangte schon auf einem Schild über der Stadt, darunter standen Tipi-Zelte aus Stoff, die fleißig von den Kindern bemalt wurden, daneben das Büro des Sheriffs und natürlich darf auch ein Saloon nicht fehlen – beides aus Holz mit selbst gefertigten Schildern. Eine Dartscheibe aus Stroh, eine Wasserkanone, ein Holzpony, ein loderndes Feuer und Strohballen überall auf dem Hof taten ihr Übriges zur Atmosphäre.

Eltern und Freunde vor Ort

Zum Abschluss der Woche hatten die Kinder und Jugendliche ihre Eltern, Freunde und Verwandte auf den Hof eingeladen und zeigten, was sie alles geschafft und geschaffen haben – natürlich geschminkt und kostümiert. Beim Dosenwerfen, Bogenschießen, Lassowerfen und einem Wasserparcours traten die Cowboys und Indianer dann gegeneinander an und kämpften um möglichst viele selbstgeschmiedete Sheriff-Sterne als Medaillen.

„Bei unseren Ferienspielen stellen wir immer wieder fest, wie sehr handwerkliche Arbeiten Kinder und Jugendliche begeistern“, betonte Wilhelm Grafen, Geschäftsführer für die Bildungszentren der Kammer. So hoffe er, dass die Mädchen und Jungen, wenn es um die Berufswahl geht, zurückdenken an die Ferienspiele. Wenn man sich zwischen den Teilnehmern umschaute, war zumindest eins sicher: Sie werden die Woche in bester Erinnerung behalten.

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