Schnell und ökologisch zu jeder Jahreszeit

Von: Anja Mertens
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Eltern, die sich um die Parkplätze vor der Schule streiten, Kinder, die sich in einen vollen Schulbus zwängen, Bürger, die sich zu wenig bewegen - all das soll bald der Vergangenheit angehören, wenn es nach Dr. Stephanie Küpper geht.

Die Leiterin des Projekts „FahrRad in Aachen” hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bürger, ob groß oder klein, dem Fahrrad wieder näher zu bringen.

Bereits die Kinder sollen es als eine Alternative zu Auto und Bus kennen lernen. Das soll vor allem an den Grundschulen den Hol- und Bringverkehr reduzieren, dessen Durcheinander oftmals eine Gefahrenquelle für die Schüler darstellt.

Deshalb sind Eltern gemeinsam mit Kindern und Polizisten Schulwege abgegangen, um den Weg per Fahrrad kennen zu lernen und Gefahrenquellen zu erkennen, die durch die Stadt anschließend eliminiert wurden.

Für die, die weit außerhalb des Einzugsgebietes wohnen und daher mit dem Auto gebracht werden müssen, werden Absetzpunkte eingerichtet, von denen aus die Kinder ohne Probleme zu Fuß zur Schule gehen können.

Auch die Schüler weiterführender Schulen wurden in die Planungen mit einbezogen. Es sollen beispielsweise wie in Grundschulen Patenschaften entstehen, durch die jüngere Schüler unter der Aufsicht älterer sicher fahren.

Um alle Bürger zu erreichen, sind auch Plakate ein Teil der Kampagne, von denen aus Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden im Frühjahr den Bürgern von Litfasssäulen und in Verwaltungsgebäuden zulächelt.

„Wie man sieht, fahre ich unheimlich gerne Fahrrad. Man muss die Notwendigkeit dessen wieder in das Bewusstsein der Bürger rücken.” Er selbst will als gutes Beispiel vorangehen.

Im Sommer löst ihn Marcus Bosch als Werbegesicht ab, in Herbst und Winter folgen die Alemannia und Gisela Nacken. Die Plakate demonstrieren, dass das Fahrrad zu jeder Jahreszeit ein geeignetes Fortbewegungsmittel ist.

Ziel der Kampagne ist es, das Denken der Bürger umzustellen, so dass sie sich zum einen sicher im Straßenverkehr bewegen können und zum anderen ein Gespür für ihren Einfluss auf die Umwelt und ihre eigene Gesundheit entwickeln.

Um den Menschen das Umdenken weiter zu erleichtern, sind aber noch mehr Schritte geplant: Markierungsarbeiten im Graben sowie spezielle Grünschaltungen der Ampeln für Fahrradfahrer, wie sie bereits für Busse existieren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert