Schnee und Eis können kommen

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Winterdienst
Symbolbild: Die Winterdienstprofis des Aachener Stadtbetriebs sind einsatzbereit. Foto: dpa

Aachen. Der Aachener Stadtbetrieb ist gerüstet für den Winter. Seit Anfang November sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsatzbereit und können ausrücken, wenn Schnee und Glätte das erfordern: Und zwar in aller Frühe und wenn es sein muss, auch rund um die Uhr.

Wenn die meisten noch schlafen, schieben und streuen die Fahrer des maschinellen Winterdienst mit ihren 35 Streufahrzeugen die Straßen frei und sorgen im Stadtgebiet auf rund 1200 Straßen mit einer Streckenlänge von ca. 1500 Kilometern für sichere Verhältnisse. Da es nicht möglich ist, bei Schnee oder Glatteis alle Straßen gleichzeitig zu betreuen, arbeitet der maschinelle Winterdienst nach einem Dringlichkeitsplan.

Ab 4 Uhr werden zuerst die Fahrbahnen mit besonderer Verkehrsbedeutung von Schnee und Eis befreit. Hierzu zählen z.B. Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen, Straßen für den öffentlichen Personennahverkehr sowie Zufahrtstraßen zu Krankenhäusern. Wenn die Stufe 1 gegen 7 Uhr abgearbeitet worden ist, haben die Winterdienstfahrer bereits eine Strecke von 555 Kilometern zurückgelegt.

Im Anschluss an die Stufe 1 werden die rund 457 Kilometer der Dringlichkeitsstufe 2 betreut. Hierzu zählen vornehmlich Verbindungs- und Wohnsammelstraßen.

Zur Stufe 3 gehören reine Wohn- und Anliegerstraßen. Der Winterdienst auf diesen Straßen wird im Anschluss an die Stufe 2 durchgeführt und umfasst eine Streustrecke von 423 Kilometern.

Parallel zum maschinellen Winterdienst kümmern sich rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des manuellen Winterdienstes in der Regel schon ab 5 Uhr um die Verkehrssicherheit an 223 Kreuzungsbereichen, 27 Fußgängerzonen, 183 Fußgängerüberwegen, 410 Gehwegen, 81 Radwegen, 18 Brückenanlagen und 64 Treppenanlagen.

Verantwortlich für die Schnee- und Glättebeseitigung auf Gehwegen sind die jeweiligen Grundstückseigentümer. Als Streumittel dürfen dabei nur abstumpfende Mittel wie zum Beispiel Sand oder Splitt eingesetzt werden. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur erlaubt, wenn der Einsatz von abstumpfenden Streumitteln nicht ausreicht, keine Wirkung erzielt und dadurch eine Gefahr für die Gesundheit der Fußgänger gegeben ist, zum Beispiel bei Eisglätte, starkem Gefälle und an Treppenanlagen.

Die Gehwege sind in einer für den Fußgängerverkehr erforderlichen Breite von 1,5 Metern von Schnee freizuhalten und bei Glätte zu bestreuen. Die Verpflichtung zur Winterwartung auf Gehwegen erstreckt sich auch auf den Bereich der Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse sowie an allen für den Fußgängerverkehr eingerichteten Fußgängerüberwegen, zum Beispiel Ampeln, Zebrastreifen oder Bordsteinabsenkungen. An diesen Stellen müssen die Gehwege bis zur Bordsteinkante so von Schnee freigehalten und bei Glätte bestreut werden, dass ein möglichst gefahrloser Zu- und Abgang gewährleistet ist.

An Werktagen müssen von 7 bis 20 Uhr Schnee und Glätte unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen der Glätte entfernt werden. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.

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