Schmierereien: Über 100.000 Euro Schaden

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Üble Schmiererei: Das Fenster
Üble Schmiererei: Das Fenster der Fleischerei Cornely an der Großkölnstraße wurde offenbar von den gleichen Tätern malträtiert, die im Südviertel rund 60 Autos beschädigt haben.

Aachen. Der Schaden, da ist die Polizei mittlerweile sicher, beträgt über 100.000 Euro. Vandalen haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Südviertel dutzende Autos, Häuser und Stromkästen mit pinker Farbe beschmiert.

„Mittlerweile sind 60 Anzeigen eingegangen. Tendenz steigend”, sagt Polizeisprecher Paul Kemen. Doch es sind nicht nur die Schmierereien, die die Schäden verursacht haben. „Die Täter sind teils auch auf den Autos herumgetrampelt”, so Kemen. In erster Linie handelte es sich um teure Fahrzeuge wie BMW, Audi und Mercedes. Besprüht worden waren sie mit anarchistischen und antifaschistischen Zeichen und Parolen.

Tatort Innenstadt

Doch damit immer noch nicht genug. Nicht nur im Südviertel waren die Täter unterwegs. Auch Christian Cornely musste mehrfach hinschauen, um zu glauben, was mit seiner Fleischerei an der Großkölnstraße geschehen war. Sein Schaufenster war ebenfalls über beschmiert worden - ebenfalls mit pinker Farbe und Sprüchen wie „Meat ist Murder”, was soviel heißt wie „Fleisch ist Mord”.

Nun ist dies nicht das erste Mal, dass die Traidtionsfleischerei, die es seit über 100 Jahren gibt, malträtiert wurde. Cornely und seine Mitarbeiterinnen haben schon einiges ertragen müssen. Regelmäßig machen nämlich Demonstrationen radikaler Tierschützer just vor dieser Fleischerei Halt und beschimpfen die Mitarbeiter als Tierquäler.

„Meine sehr engagierten und guten Mitarbeiterinnen bekommen mittlerweile Weinkrämpfe, wenn das wieder los geht”, so der Handwerksmeister. Dabei würden nur regionale Produkte verwendet, wobei Tierschutz schon aufgrund kurzer Transportwege gegeben sei. Mittlerweile müsse sein Geschäft bei diesen Demos von zehn Polizisten geschützt werden. Christian Cornely hat es jedenfalls satt. Doch einen Ausweg gibt es wohl nicht. Die verfassungsmäßige Versammlungsfreiheit gehen vor, habe ihm die Polizei erklärt. Demos dort zu verbieten, geht demnach nicht.

Mehrere Ermittler des Staatsschutzes sind mit den Fällen im Südviertel und in der Großkölnstraße befasst, so Paul Kemen. Man habe auch Spuren gefunden und sei zuversichtlich, den Fall lösen zu können. Dringend benötigt werden dennoch Zeugen, die sich melden sollen. Die Täter - die Polizei geht von einer Gruppe - aus, müssen Radau gemacht haben.
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