Aachen - Schlaglöcher und Stolperfallen

Schlaglöcher und Stolperfallen

Von: Oliver Schmetz
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Der Schnee schmilzt, die Spuren des Frostes bleiben: An vielen Stellen in der Stadt hat die Witterung Schäden auf Fußwegen - wie hier am Theater - und Fahrbahnen verursacht. Bei lockeren Bodenplatten erledigt sich das Problem oft von selbst - sie „setzen” sich wieder. Foto: Michal Jasper

Aachen. Autofahrer werden kräftig durchgeschüttelt, mancher Passant geriet schon gefährlich ins Straucheln: Aachens Straßen und Bürgersteige sind in diesen Tagen stellenweise übersät mit Schlaglöchern und Stolperfallen. Schuld ist das anhaltende Winterwetter: Der Frost frisst sich in den Asphalt und bringt die Gehwegplatten aus der gewohnten Balance.

Obwohl Schnee und Eis aktuell langsam auf dem Rückzug sind, haben vor allem Fußgänger derzeit einen schweren Stand. Denn es gibt kaum einen Bürgersteig, auf dem nicht wenigstens ein paar Platten lose sind. Stellenweise steht das Pflaster auch gefährlich steil in die Höhe.

Sofortmaßnahmen

„Wo es besonders schlimm ist, versuchen wir, sofort etwas zu machen”, erklärt Axel Costard vom städtischen Presseamt. Der Stadtbetrieb habe deshalb derzeit über das Schneeräumen und Streuen hinaus wetterbedingt einiges zu tun: „Wir bekommen schon vermehrt Beschwerden von Bürgern wegen der Straßenschäden”, sagt Costard.

Die Gehwegplatten geraten deshalb aus den Fugen, weil Wasser zwischen die Platten sickert, gefriert, sich ausdehnt und das Pflaster aushebelt. Verschärft wird dieses Phänomen laut Stadt vor allem dort, wo - oft verbotenerweise - Salz gestreut wird. „Das verstärkt die Schäden, auch deshalb sollte auf das umweltschädliche Salz verzichtet werden”, appelliert Costard.

Aktuell können die Mitarbeiter des Stadtbetriebs gegen die Schäden an Fahrbahnen und Bürgersteigen allerdings oft nicht viel ausrichten. Mancherorts stellt man deshalb bloß Warnschilder auf. „Qualifizierte Reparaturmaßnahmen sind zurzeit kaum möglich”, verweist der Stadtsprecher auf das Winterwetter. Allenfalls notdürftig ausbessern könne man die übelsten Löcher. Nachhaltige Arbeiten seien erst ab dem Frühjahr möglich.

Ob man dann mehr zu tun haben wird als in den Vorjahren und dieser Winter die Stadt in Sachen Straßenschäden teurer zu stehen kommt, ist laut Costard noch offen - auch wenn mancher Bürger sicher das subjektive Empfinden hat, dass die Gehwege derzeit besonders ramponiert sind.

Keine Verletzungen bekannt

Immerhin sollen sich - man glaubt es kaum - die Schäden an den Bürgersteigen bei wärmerer Witterung weitgehend von selbst erledigen. „Zu 90 Prozent setzen sich die Bodenplatten wieder, ohne dass man da etwas tun muss”, sagt der Stadtsprecher.

Bis dahin müssen Passanten in Aachen vor allem eines tun: gut aufpassen, wo sie hintreten. Bislang scheint das Ganze halbwegs glimpflich abgegangen zu sein. Zwar verzeichnet man im Aachener Uniklinikum wie berichtet derzeit auch eine Zunahme wetterbedingter Sturzverletzungen. Doch gravierende Fälle, die konkret auf schadhafte Bürgersteige zurückzuführen sind, seien der Stadt noch nicht zu Ohren gekommen. „Davon ist uns bisher nichts bekannt”, sagt Costard.
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