Aachen - Schiedsleute tagten: Erfreuliche Bilanz und Wahlen

Schiedsleute tagten: Erfreuliche Bilanz und Wahlen

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Suchen den schnellen Weg zum Recht: die Schiedsmänner Michael Kleine, Franz Nocker, Hermann Josef Schmitz, Josef Kochs, Fritz Kuckartz und Rolf Marohn. Es fehlen Dr. Walter Frenzel, Gerd Radermacher, Helmut Thyssen und Günter Schwarz. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Das Schiedsamt steht für ein friedlicheres Miteinander – schlichten statt richten lautet die Devise. Getreu diesem Leitspruch hatten sich die Schiedsmänner und -frauen des Landgerichtsbezirks Aachen zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen.

Themen der Fortbildung waren das Nachbar- und Strafrecht, der sogenannte Täter-Opfer-Ausgleich sowie die Beantwortung von Fragen der Teilnehmer aus der Praxis. Im Anschluss fand die Jahreshauptversammlung der Bezirksvereinigung statt.

Bezirksvorsitzender Hermann-Josef Schmitz verwies in seinem Tätigkeitsbericht auf die erfolgreiche Arbeit des Vorstands, etwa die Beteiligung am Ehrenamtstag in Aachen, das Thema Migration im Schiedsamt, die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit oder die Vertretung des Bezirks auf Landes- und Bundesebene. Als neue Beisitzer wurden gewählt für den Amtsgerichtsbezirk Monschau Schiedsmann Michael Kleine aus Simmerath und für den Amtsgerichtsbezirk Aachen Schiedsmann Fritz Kuckartz aus Aachen.

Das Schiedsamt ist eine seit Jahrzehnten erfolgreiche Institution, in der sich Männer und Frauen in der Region ehrenamtlich zum Beispiel um die Schlichtung von Nachbarrechtstreitigkeiten bemühen. Auch die Schlichtung kleinerer Delikte aus dem Strafrecht gehört zu ihren Aufgaben. Das Schiedsamt erfüllt eine wichtige Funktion im deutschen Rechtssystem, wo es meist kostengünstiger und deutlich schneller zivilrechtlichte Streitigkeiten durch einen einvernehmlichen Vergleich lösen hilft.

Leider ist den Bürgerinnen und Bürgern die Institution Schiedsamt mit seinen Möglichkeiten weitgehend noch nicht bewusst. Daher hat es sich die Bezirksvereinigung zum Ziel gesetzt, das Schiedsamt noch stärker in der Öffentlichkeit präsent zu machen.

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