„Scherz beiseite“: Theater Brand feiert eine gelungene Premiere

Von: jot
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Einer ist der Mörder? Doch wer? Ohne Hilfe von Miss Marple kann das Rätsel im Theater Brand offenbar nicht gelöst werden. Foto: Kurt Bauer

Aachen. „Und? Ahnen Sie schon, wer der Täter ist?“, fragt Regisseurin Olga Romanovskaya in der Pause die Zuschauer. Einige zucken mit den Achseln, andere schütteln den Kopf, wieder andere verraten eigene Theorien. Wirklich sicher scheint sich niemand zu sein.

Am Sonntagabend feierte die Kriminalkomödie „Scherz beiseite – Die einzige Miss Marple“ ihre gelungene Premiere im Theater Brand. Über zwei Stunden lang dauerte die unterhaltsame Suche nach dem Täter.

Wenn der Name „Miss Marple“ fällt, dann kann ein Mord nicht weit sein. Aber ein Mord, der noch gar nicht stattfand und trotzdem schon in der Zeitung steht? Das war dann auch für die erfahrene Ermittlerin eine völlig neue Erfahrung. Um genau 18.30 Uhr soll es in „Little Paddocks“ passieren, „Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen“, heißt es im Zeitungsartikel. Und tatsächlich: Auf einen Stromausfall folgten nicht nur Pistolenschüsse, es kam auch zu einem überraschenden Tod.

Der örtliche Inspektor Craddock nimmt sich der Sache an, doch ohne die Mitarbeit von Miss Marple kann das Rätsel nicht gelöst werden. Die schräge, dickliche Dame wird zwar als „eine sensationslustige Wichtigtuerin“ bezeichnet, dennoch ist sie so etwas wie das weibliche Gegenstück zu Sherlock Holmes. Und alte Frauen sind einem Inspektor ja ohnehin überlegen, da sie viel Zeit haben, alles zu beobachten, so Craddock.

Die zehn Schauspieler und Schauspielerinnen nutzten auf großartige Weise jeden Zentimeter der winzigen Bühne, sogar den schmalen Gang inmitten der Zuschauer. Und das Theater zeigte einmal mehr, wie es mit wenigen Mitteln möglich ist, ein zeitgetreues Bühnenbild zu schaffen. Dafür brauchte es nämlich kaum mehr als einen Schallplattenspieler, ein paar Holzstühle, einen alten Kaminsessel sowie eine kitschige Tapete – und schon erschien die dargestellte Wohnung ganz im Stile der 1950er-Jahre.

Wer war denn nun der Täter? Vielleicht die senile, schusselige Dora Bunner? Oder doch die schräge Hausfrau? Und auch die unauffällige, geheimnisvolle Phillipa Hayms sollte nicht vergessen werden... Das Rätsel wird an acht weiteren Terminen gelöst. Die Kriminalkomödie wird bis einschließlich 1. Oktober an jedem Samstag um 20 Uhr und Sonntag um 18 Uhr im Theater Brand aufgeführt. Zusätzlich gibt es am Freitag, 22. September, und Montag, 2. Oktober, jeweils eine Vorführung um 20 Uhr.

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