Schängche jetzt auch Preisträger

Von: Gerd Simons
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Die neuen und die alten Preisträger: Im Lichthof des Kapuziner-Karrees erhielt das Ensemble des Schängche die Schupp-Schollen-Plakette, die Jonge vajjen Beverau gratulierten dazu. Foto: Martin Ratajczak
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Eröffnet: Mit der Enthüllung des Trööetemanns durch Prinz Thomas II. startete die Stadtwache in die Session. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Mit einem kleinen närrischen Jubiläum ist die Stadtwache Öcher Börjerwehr ins Jahr 2013 gestartet. Seit elf Jahren verleiht die 1922 gegründete Garde die Jupp-Schollen-Gedächtnisplakette im Lichthof des Kapuziner-Karrees. „Es ist eine tolle Location und wir fühlen uns hier wie zu Hause“, erzählt Willi Schillings, Kommandant der Stadtwache Oecher Börjerjwehr. Mit der diesjährigen Jupp-Schollen-Gedächtnisplakette ehrt die Stadtwache die Stadtpuppenbühne Öcher Schängche.

„Das Schängche wird nicht ausgezeichnet für seine tollen Stücke, Aufführungen oder das langjährige Engagement, sondern weil die Puppenbühne grandiose Karnevalsveranstaltungen durchführt, die man einfach erlebt haben muss. Man kann sich diesem einzigartigen Flair und dem ursprünglichen volkstümlichen Öcher Fastelovvend einfach nicht entziehen“, so Willi Schillings weiter. „Das Öcher Schängche ist ein Kleinod, ein sehr wertvolles Stück Aachen, das allen Irrungen und Wirrung seit der Gründung im Jahr 1921 standgehalten hat und ein Stückchen von jedem Öcher ist“, so Ludwig Kloeser, vom Vorjahrespreisträger „Jonge vajjen Beverau“, in seiner Laudatio. Es sei erstaunlich und bewundernswert, welche aufopferungsvolle Arbeit seit den Nachkriegsjahren über Generationen bis zum heutigen Tag hinweg geleistet wurde, um die Puppenbühne zu einem unverzichtbaren Stück Aachen werden zu lassen, so Kloeser weiter.

Wie tief die Öcher und vor allem der Karneval mit seinem Schängche-Theater verwurzelt sind, zeigt die jährlich Teilnahme von Schängche & Co. am Rosenmontagszug und dass seit 2005 der jährliche Sessionsorden des Festausschusses Aachener Karnevals (AAK) einer Figur des Schängche-Ensembles gewidmet ist. „Wir sind sehr glücklich und stolz, dass wir diese Auszeichnung erhalten“, sagt Otto Trebels, Leiter der Aachener Stockpuppenbühne. „Diese Ehrung zeigt uns, dass wir ein echtes Stück Aachen sind.

Unsere Karnevalssitzungen bieten Volkskarneval, der die bunt kostümierten Gäste zum aktiven Mittun anhält. Unsere Gäste bringen Getränke und Fingerfood mit und nicht selten werden Plastikdosen mit Frikadellen, Käse und Wurst von vorne bis hinten durchgereicht. Jeder bedient jeden.“ Grandios findet Otto Trebels, der die Karnevalssitzungen vor 18 Jahren mit Manfred Birmanns und Hubert Krott initiiert hat, dass seit der närrischen Premiere alle Oecher Prinzen das Schängche besucht haben.

Eingebettet war die Verleihung der Jupp-Schollen-Gedächtnisplakette in die traditionelle „Tröötemann“-Enthüllung der Börjerwehr, mit der die altehrwürdige „Wache“ in die Session startet. Der frisch proklamiert Prinz Thomas II. enthüllte den „Trööetemann“ und heizte mit seinem Hofstaat und den Sessions-Liedern „Ein dicker Fisch...kommt auf den Tisch“ und „Lecker Mäddche“ dem Narrenvolk ein. Die neuen Choreographien der Tanzabteilung der „Börjerwehr“, die Premiere der neuen Marketenderin Nana Mikisch und der Besuch der KG Eulenspiegel waren weitere kurzweilige Höhepunkte in einem unterhaltsamen närrischen Programm.

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