SC Ditib: Integration ist auf dem Platz

Von: Peter Schopp
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Gemeinsam stark: Die Fußballer des jüngst gegründeten SC Ditib legen großen Wert auf Fairplay – auch im Umgang mit unterschiedlichsten Kulturen.
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Sportfest des SC Ditib Aachen e.V., Breslauerstr. 25, Ansprechpartner ist neuer Vereinsvorsitzender Erol Uzkiz Portrait

Aachen. Der Vorsitzende des Sportclubs Ditib Aachen ist ein vielgefragter Mann in seinem Verein, erst recht, wenn es darum geht, ein Sportfest zu organisieren, welches aus Anlass des ersten Pokalspiels zur Saisoneröffnung ausgerichtet wird. Erol Uzkiz ist Ideengeber für die Gründung des SC Ditib im Mai 2015.

Voraussetzung für sein Engagement ist nur dies: Er möchte unbedingt Jugendmannschaften im Verein etablieren. Die Idee dahinter liegt für ihn auf der Hand: „Integration kann nur geschafft werden, wenn wir bei den Kindern anfangen“. So verbindet er sein Lieblingshobby Fußball mit seiner Überzeugung eines gelebten Miteinanders. Selber Inhaber einer Trainer-B-Lizenz, leitet er die Kinder und Jugendlichen sowohl sportlich als auch erzieherisch durch eine problematische Zeit.

Er selbst ist das beste Beispiel gelungener Integration. Vor 39 Jahren ist er mit seiner Familie nach Stuttgart gekommen, von dort übersiedelt er einige Jahre später des Studiums wegen nach Aachen, lebt und arbeitet hier als Architekt. Sein jüngstes „Bauwerk“ ist nun der SC Ditib.

Der Verein beginnt im vorigen Jahr mit zwei Seniorenmannschaften im Spielbetrieb, eine C-Jugend spielt im Juniorenbereich. In diesem Jahr kommt noch eine B-Jugend hinzu, Ende offen. Die Begeisterung im Verein ist groß, als auf Anhieb der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Kreisliga C gelingt. Auch aus diesem Anlass richtete der Verein jetzt ein schönes Fest aus.

Beim SC Ditib ist man stolz darauf, dass sich viele Nationalitäten zusammenfinden und bestens miteinander auskommen. „Wir haben neben den türkischen Mitgliedern Spieler und Jugendliche aus Afrika, dem Iran, aus Armenien und Deutschland. Es gibt keine Probleme“, rückt Uzkiz noch einmal seine Idee vom Abbau der Barrieren in den Köpfen in den Vordergrund.

Er kann sich auch vorstellen, die Palette des Sportangebotes zu erweitern, allein es fehlt an Trainern. Die Zusammenarbeit mit dem ASV Schwarz-Rot Aachen, der seit vielen Jahren an der Breslauer Straße residiert und nun Partner des SC Ditib ist, schildert Uzkiz als ausgesprochen gut. Durch Offenheit könne man viele Unklarheiten aus dem Weg räumen.

Gemeinsam haben die Vereine bei der Stadt einen Antrag zum Bau eines Kunstrasenplatzes gestellt. Sollte dieser Antrag positiv beschieden werden, dürfte einem Anwachsen der Mitgliederzahlen bei beiden Vereinen nichts entgegenstehen. Noch mehr Jugendliche könnten von der Straße geholt werden, wie Uzkiz dies formuliert. Und mit einem Überschreiten dieser Grenzen dürfte dann auch Erol Uzkiz einverstanden sein.

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