Satirische Spitzen auf die Vaterstadt

Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es war eine Idee des Aachener Kabarettisten Wendelin Haverkamp: Unter dem Titel „Pech & Schwefel” treffen wieder die Welten von Kabarett und Schängche aufeinander.

Meist auf hochdeutsch, aber mit dem Flair und Charme der kleinen kultigen Stokpuppen-Bühne und sprachlichen Streifen. Satirische Spitzen auf die vaterstädtische Entwicklung und der kabarettistische Blick auf die Welt aus der Perspektive des Westzipfels mischen sich mit Öcher Temperament und Öcher Blues-Feeling.

Mit von der Partie sind auch wieder Maria und Gosef (plattsprechende Öcher, die vornehm hochdeutsch reden wollen, machen jedes „J” zum „G”), die sich jejenseitig städtische Maßnahmen zu erklären versuchen, die in der Stadt noch nicht einmal die Verantwortlichen verstehen. In der „Rue Antoine” finden wieder konspirative Treffen statt zwischen Investoren und Politikern, wobei sich herausstellt: Die Damen im Sträßchen verstehen deutlich mehr von Politik als manche Ratsmitglieder. Der IC 4243, der in der ersten Folge in Düren strandete, steht immer noch in Düren und startet von hier aus zu einer fulminanten Fahrt durch halb Europa. Und der in Ausbildung befindliche Nachwuchsteufel Hubert ist schon wieder wegen einer Sechs in „Lügen” kleben geblieben, weil er am Elisenbrunnen was Falsches getrunken hat.

Gestresster Bischof

Neu im Ensemble ist ein gestresster Bischof. Nicht nur muss er sich von Sekretär Sanctus über den maroden Zustrand des Bistums informieren lassen, plötzlich steht auch noch eine geheimnisvolle Dame vor der Tür, die die Beichte bei ihm ablegen möchte und hartnäckig auf unschuldig plädiert. Einzelheiten fallen selbstverständlich unters Beichtgeheimnis, doch ein Satz des Bischofs ist überliefert: „Mein Kind, wer einen Dienstwagen fährt, der hat die Unschuld längst verloren.”

Der Förderkreis Öcher Schängche präsentiert dieses Programm mit den Sprechern Gitta Haller, Hubert Crott, Manfred Birmans und Wendelin Haverkamp und den Puppenspielern Otto Trebels, Peter Reuters, Albert Baurmann und Elfriede Schultz vom bewährten Schängche-Ensemble. Das Ganze wird mit viel Blues-Gefühl live begleitet von den Musikern Dieter Kaspari und Franz Brandt. Text und Regie: Wendelin Haverkamp.

Das erste teuflische Öcher Stockpuppenkabarett präsentiert am Donnerstag, 11. März, und am Freitag, 12. März, das zweite Programm von „Pech & Schwefel”.

Im Schängche in der Barockfabrik, Löhergraben 22, ist jeweils Beginn um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Vorverkauf: Ticketverkauf der Aachener Nachrichten in der Mayerschen, Buchkremerstraße. Karten gibt´s im Vorverkauf zu 11,70 Euro, zuzüglich 1,30 Euro VVK-Gebühr, an der Abendkasse sind Eintrittskarten für 14 Euro zu haben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert