Aachen - Sanierung der Hauptfeuerwache als Denkmal wird teuer

Sanierung der Hauptfeuerwache als Denkmal wird teuer

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Steht seit vergangenem Jahr unter Denkmalschutz: Dadurch wird die dringend nötige Sanierung der Hauptfeuerwache an der Stolberger Straße enorm teuer. Die Kosten werden derzeit mit 13,5 Millionen Euro veranschlagt. Eine Detailplanung soll jetzt ausgeschrieben werden.

Aachen. Den Aachener Feuerwehrleuten fällt sozusagen die Decke auf den Kopf. Das gilt für manche Wache der „Freiwilligen“, das gilt insbesondere aber auch für die Hauptwache der Berufsfeuerwehr an der Stolberger Straße. Seit Jahren wird diskutiert, geplant, wieder verworfen, neu geplant.

Der Bau ist derart marode, dass eigentlich längst etwas hätte passieren müssen. Jetzt endlich können die Feuerwehrleute zumindest einen Lichtschein am Ende des Tunnels sehen. Der Umweltausschuss – auch zuständig für die Belange der Feuerwehr – hat beschlossen, die Planung für die Runderneuerung des zwischen 1961 und 1964 errichteten Gebäudes nun europaweit auszuschreiben.

Explodiert sind zwischenzeitlich die geschätzten Kosten für die Sanierung. Sie werden nach derzeitigem Stand mit 13,5 Millionen Euro beziffert. Diese enorme Summe ist auch der Tatsache geschuldet, dass der Landschaftsverband Rheinland im vergangenen Jahr überraschend dazwischenfunkte und den Bau kurzerhand unter Denkmalschutz stellte. Damit hatten sich auch Gedankenspiele erledigt, das Gemäuer abzureißen und neu zu bauen. Selbst wenn man das an anderer Stelle tun würde, hätte man anschließend noch einen Altbau, mit dem niemand etwas anfangen kann.

Fertigstellung im Jahr 2017?

Gebaut wurde die Wache für damals 80 dort stationierte Feuerwehrleute. Heute sind es jedoch 170, die an der Stolberger Straße ihren Dienst versehen. Die anderen Feuerwehrleute teilen sich auf die Wachen Nord und Süd auf. Nun muss die Quadratur des Kreises planerisch geschafft werden.

Unter anderem die Räume müssen nach modernen Standards saniert werden, müssen dabei mindestens die aktuellen Bedürfnisse der Feuerwehr erfüllen – und das Ganze muss dann auch noch den Vorgaben des Denkmalschutzes genügen. Beginnen werden die Arbeiten nach der Detailplanung wohl erst im Laufe des Jahres 2015, obwohl nach ursprünglichen Plänen das Ganze heute schon erledigt sein sollte. Mit der Fertigstellung wird 2017 gerechnet.

Feuerwehr und Fachverwaltung sehen außerdem die Erneuerung des separaten, nicht unter Denkmalschutz stehenden Werkstattbereichs als notwendig an. Das wäre ein zweiter Schritt, der nach den aktuellen Schätzungen nochmals rund acht Millionen Euro kosten würde. Zusammen mit der bereits neu gebauten städteregionalen Leitstelle käme man am Ende auf eine Summe zwischen 20 und 30 Millionen Euro, so Dezernent Lothar Barth.

Im Ausschuss gab es überraschend doch noch einmal eine größere Diskussion. Die SPD trug nämlich die Idee vor, sich doch noch einmal mit dem Thema Neubau – wo auch immer – zu beschäftigen. Das rief bei den anderen Parteien wegen der Gegebenheiten und der Zeitschiene allerdings ziemlich heftiges Unverständnis hervor. So wurde die Ausschreibung der Detailplanung dann auch ohne die Stimmen der SPD, die sich enthielt, auf den Weg gebracht.

Für die Zeit der Sanierung wird die Feuerwehr laut Dezernent Lotahr Barth wahrscheinlich in die Lützow-Kaserne umziehen.

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