Sanierung der Aachener Grabeskirche kostet 1,5 Millionen

Von: kna
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Aachen. Die Sanierung der Grabeskirche St. Josef in Aachen kostet rund 1,5 Millionen Euro. Das teilte die Geschäftsführerin des Förderkreises St. Josef, Edith Bircken, am Mittwoch vor Journalisten in Aachen mit.

Bis jetzt habe der Bund 800.000 Euro, das Land 250.000 Euro und das Bistum 200.000 Euro an Zuschüssen zugesagt. Weitere 300.000 Euro müsse der Förderkreis aufbringen. Ein Teil davon solle aus Spendeneinnahmen fließen.

Die ehemalige Pfarrkirche ist eines der bundesweit ersten Gotteshäuser, die zu einer Urnen-Beisetzungsstätte umgewandelt wurde. Seit November 2006 dient sie als Kolumbarium. Im Januar 2008 wurden massive Kriegsschäden sichtbar, die eine umfassende Restaurierung der Gewölbe nötig machen.

Das Gewölbe und die tragenden Gurtbögen der Kirche sind nach den Angaben aus einem porösen Bimsstein-Mauerwerk errichtet worden. Im Krieg waren die Gewölbeklappen wegen des zerbombten Daches einige Jahre der Witterung ausgesetzt. Nach dem Krieg wurden sie mit einer Zementschale überzogen, die den weichen Bimsstein teils zerrieb, woraufhin Wasser und Frost in die Gewölbe eindringen und diese weiter schädigen konnten.

Zum Zeitpunkt der Umwidmung in eine Grabeskirche waren diese Schäden nicht bekannt. Fachleute hatten die Wasserflecken an den Gewölben als harmlose Dachschäden bewertet. Inzwischen mussten zwei Kapellen und das südliche Querschiff für den Besucherverkehr geschlossen werden. Die ersten 200 Spender, die 200 Euro oder mehr geben, erhalten laut Bircken einen der schmiedeeisernen Montageanker als Erinnerungsstück. Für die 1893 beim Bau der Gewölbe verwandten Teile gebe es bei der Sanierung keine Verwendung mehr.

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