Aachen - Sandkaulstraße: Plan für neues Hotel lebt

Sandkaulstraße: Plan für neues Hotel lebt

Von: Stephan Mohne
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Daran scheiterte schon einmal ein Hotelprojekt: der Park an der Sandkaulstraße. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Aachen braucht neue Hotels. Soviel steht - glaubt man Expertengutachten - fest. Frage: Wohin damit? Antwort: Zum Beispiel an die Sandkaulstraße aufs dortige Bunkergelände zwischen Alexander- und Rochusstraße. Aber da war doch mal was?! Genau: Ein gescheitertes Hotelprojekt.

Fast drei Jahre zog sich die Debatte um ein Gästehaus nebst Parkhaus zwischen 2001 und 2004 hin. Bebauungspläne waren gemacht, Investoren standen parat - und auf der anderen Seite kämpfte eine Bürgerinitiative gegen das Projekt, weil der Park dort vom Neubau „geschluckt” worden wäre.

Zwischenzeitlich bremste der RP das Ganze, dann wollten die Grünen den Grundstücksverkauf stoppen. Das Ende vom Lied: kein Hotel, kein Parkhaus. Fünf Jahre später geht das Spiel nun wieder von vorne los. Der Plan „Hotel Sandkaulstraße” lebt.

Und er ist lebendiger, als nach außen bisher bekannt wurde. Schon kommende Woche soll unter anderem im Planungsausschuss erneut das Projekt auf die Schiene gesetzt werden - mit einer europaweiten Investorenausschreibung. Diese ist schon fertig und umfasst rund 15 Seiten. Wichtigster Bestandteil: Anders als damals soll der Park in wesentlichen Teilen erhalten bleiben.

Noch einmal soll der ganze Ärger nach Möglichkeit nicht hochkochen. So bestätigt Baudezernentin Gisela Nacken auf Anfrage: „Der Erhalt des Parks spielt eine ganz wichtige Rolle.” Auch für die Politik. Im Wahljahr wäre alles andere wohl auch Harakiri. CDU und SPD bekunden, grundsätzlich für ein Hotel dort zu sein, die Sozialdemokraten können sich sogar eine Aufwertung der Grünfläche vorstellen. Die Grünen wollen sich nächsten Montag klar werden, ob sie mitmachen. Prinzipiell können sie sich schon mit dem Vorhaben anfreunden, wollen sich aber die Rahmenbedingungen nochmals genau anschauen.

Die Ausschreibung, die laut Vorschriften genau 52 Tage laufen muss, ist indes einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf geschuldet. Bei Bausummen von rund fünf Millionen Euro ist dieses Verfahren Pflicht. Was sich bei zahlreiche Vorhaben in vielen Städten schon als Bremse erwiesen hat. Tatsächlich könnte man ohne dies auch in Aachen schon konkret in die Planung einsteigen.

Denn ein Investor steht wieder bereit, es gibt sogar schon erste Pläne eines Aachener Architekten für ein 140-Betten-Haus. Diese Planung berücksichtigt bereits den Erhalt des Parks. Von dessen rund 2500 Quadratmetern würden in diesem Fall nur knapp 200 benötigt. Ob dieser Plan allerdings am Ende zum Zuge kommt, wird auch vom Ergebnis besagter Ausschreibung abhängen.

Und dann ist da auch noch die Bürgerinitiative von damals. Mit einigen Vertretern hat es erste Gespräche gegeben, die dem Vernehmen nach zumindest nicht im Streit endeten.
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