Aachen - Sandkaulstraße: Hotel mit 180 Betten, fünf Stockwerken und viel Glas

Sandkaulstraße: Hotel mit 180 Betten, fünf Stockwerken und viel Glas

Von: Stephan Mohne
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Er muss erst weichen, bevor an gleicher Stelle Touristen schlafen: Die Pläne für ein Hotel Sandkaulstraße biegen auf die Zielgerade ein. Die Ausschreibung des Projekts gestaltete sich allerdings schwierig. Foto: Krömer

Aachen. Wenn einmal der Wurm drin ist: Nachdem das Projekt „Hotel Sandkaulstraße” einst nach jahrelanger Debatte sang- und klanglos zu den Akten gelegt wurde, gestaltete sich auch der neuerliche Anlauf alles andere als problemlos.

Das zumindest hat eine europaweite Ausschreibung, die im Frühjahr durchgezogen wurde, ans Tageslicht befördert. Ein Investor hatte bereits Interesse am Bau eines neuen Hotels zwischen Alexander- und Rochusstraße bekundet, erste grobe Pläne eines Aachener Architekten gab es bereits.

Der Ausschreibungstext wurde schließlich äußerst genau gefasst. Unter anderem wurde festgelegt, dass der allergrößte Teil des Parks zur Rochusstraße hin erhalten bleiben muss.

Unter anderem am erbitterten Widerstand einer Anwohnerinitiative waren 2004 die ersten Pläne gescheitert. Ergebnis der neuerlichen Ausschreibung: Ein zweiter Interessent reichte neben besagtem Investor ein Angebot ein.

Aber: Im einen Fall reichte der Stadt der gebotene Preis für das Grundstück nicht. Im anderen Fall hatte sich der Bieter nach AZ-Informationen in einigen Punkten nicht an die Ausschreibungsvorgaben gehalten.

Drei oder vier Sterne

Dennoch wurde nun mit Letztgenanntem weiterverhandelt. Am Dienstag gab es dazu ein Gespräch. Demnach müssen die Pläne an einigen Stellen noch nachgebessert werden, wie Axel Costard vom Presseamt auf Anfrage erklärte.

Gebaut werden soll ein Gebäude mit fünf Geschossen. Das neue Hotel, das wohl im Drei- oder Vier-Sterne-Segment angesiedelt sein wird, soll 180 Betten haben. Das sind noch einmal 40 mehr als zunächst ins Auge gefasst.

Die Fassade des Gebäudes soll großflächig in Glas gestaltet sein. Und da sind einige Bedingungen, die der spätere Bauherr erfüllen und dafür auch einiges an Geld in die Hand nehmen muss.

Den größten Batzen davon dürfte der Abriss des Bunkers dort verschlingen. Das Bauwerk hat meterdicke Wände. Die damalige Bürgerinitiative hatte bereits angekündigt, diesen Abriss genau beobachten zu wollen - insbesondere mit Blick auf die möglichen Folgen für die benachbarten Häuser.

Außerdem wird Schallschutz gefordert. Und sollten auf dem Grundstück Altlasten liegen, müssen diese laut Verwaltung auch auf Kosten des Investors entsorgt werden. Außerdem muss ein Zugang zur direkt angrenzenden David-Hansemann-Schule gewährleistet sein.

Nicht angetastet werden darf eine dort stehende alte Rotbuche - und der Erhalt des Parks bleibt eine Hauptbedingung. Die Pläne sollen nun bis zum 25. August überarbeitet und dann dem Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss vorgestellt werden.

Alsdann wird sich auch noch der Planungsausschuss mit dem Thema beschäftigen. Die Politik soll dann einen „vorhabenbezogenen Bebauungsplan” aufstellen. Mit einem Baubeginn wird nicht vor Ende 2010/Anfang 2011 gerechnet.
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